
Düsseldorf. Karnevalsstimmung in Düsseldorf, über 40.000 Zuschauer in der Arena – und mittendrin eine Mannschaft von Preußen Münster, die im Abstiegskampf Widerstandskraft beweisen wollte. Am Ende stand ein torloses Remis bei Fortuna Düsseldorf. Kein Offensivspektakel, aber ein intensives, phasenweise dramatisches Zweitligaspiel, das vor allem über Einsatz und Mentalität definiert wurde.
Münster startete selbstbewusst. Heuer suchte früh mit langen Bällen die Spitze, ter Horst schob auf rechts an, Meyerhöfer sorgte links für Dynamik. Die erste nennenswerte Aktion gehörte den Gästen: Ein langer Ball erreichte Schulz, der beim Abschluss jedoch entscheidend gestört wurde.
Die Preußen hatten in der Anfangsviertelstunde mehr Ballbesitz und kontrollierten das Geschehen, ohne zwingend zu werden. Düsseldorf wirkte zunächst abwartend, fand aber zunehmend besser in die Zweikämpfe.
In der 20. Minute wurde es plötzlich hochdramatisch. Nach einem Rückpass nahm Münster-Keeper Schenk den Ball auf – Schiedsrichter Robert Kampka entschied auf indirekten Freistoß für Düsseldorf im Strafraum der Gäste.
Eine Szene, wie man sie auf diesem Niveau selten sieht.
Muslija legte sich den Ball aus kürzester Distanz zurecht. Die gesamte Münsteraner Mannschaft positionierte sich auf der Linie. Der Abschluss wurde mit vereinten Kräften geblockt, mehrfach sprang der Ball durch den Fünfmeterraum, ehe die Preußen endgültig klärten. Ein mögliches Kippmoment – überstanden.
Nach dieser Aktion übernahm Düsseldorf phasenweise die Initiative. Itten kam zu Abschlüssen, Muslija brachte Tempo über links. Münster verteidigte leidenschaftlich, blockte Schüsse und gewann wichtige zweite Bälle.
Im eigenen Aufbauspiel schlichen sich allerdings Ungenauigkeiten ein. Mehrfach gingen einfache Pässe verloren, was Düsseldorf zu schnellen Umschaltmomenten einlud. Dennoch blieb es beim 0:0 zur Halbzeit – leistungsgerecht, aber ohne spielerische Glanzlichter.
Nach dem Seitenwechsel reagierte Preußen-Coach Ende. Batista Meier und Preißinger kamen neu ins Spiel, später folgten Raschl und Kirkeskov. Die Umstellungen stabilisierten das Zentrum, das Spiel blieb jedoch zerfahren.
Düsseldorf erhöhte zwischenzeitlich den Druck. Iyoha sorgte nach seiner Einwechslung für Tempo, Suso prüfte Schenk mit einem wuchtigen Distanzschuss. Der Münsteraner Keeper parierte stark und blieb auch bei scharfen Hereingaben aufmerksam.
Auf der Gegenseite näherte sich Münster langsam an. Meyerhöfer zog aus dem Rückraum ab, ein Düsseldorfer Verteidiger klärte per Kopf über die Latte. Hendrix nahm nach einer Ecke den Ball direkt aus der Luft – zu zentral. Preißinger versuchte es flach aus der Distanz, ebenfalls ohne Erfolg.
In der Schlussphase öffnete sich das Spiel. Münster kombinierte sich sehenswert über Jaeckel, Rondić und Batista Meier durch das Zentrum. Der Ball landete bei ter Horst, der frei zum Abschluss kam. Sein flacher Schuss rauschte hauchdünn am linken Pfosten vorbei – es war die größte Gelegenheit der Preußen.
Ein Treffer in diesem Moment hätte dem Spiel eine völlig neue Dynamik verliehen.
Schiedsrichter Kampka zeigte fünf Minuten Nachspielzeit an – und Düsseldorf warf alles nach vorne. Itten kam nach einem wilden Gestochere noch einmal zum Volleyabschluss, der Ball strich knapp links am Tor vorbei.
Es folgten mehrere Ecken für die Fortuna. Schenk faustete resolut, die Abwehr klärte mehrfach unter höchstem Druck. In der 94. Minute stoppte Preißinger einen Düsseldorfer Konter mit einem Foul an Muslija – Gelb, aber taktisch notwendig.
Dann war Schluss.
Mit dem 0:0 steht Preußen Münster nach 22 Spieltagen bei 23 Punkten und rangiert auf Platz 16. Der Abstand zu den direkten Abstiegsrängen bleibt gering, doch auch das rettende Ufer ist weiterhin in Reichweite.
Düsseldorf verpasst mit nun 25 Zählern den Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Für die Rheinländer war es im eigenen Stadion zu wenig, für Münster ein hart erkämpfter Punkt.
Kein Befreiungsschlag – aber ein Auftritt, der zeigt, dass diese Mannschaft sich wehrt. Und genau das kann im Abstiegskampf am Ende den Unterschied machen.
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