Geflügelpest in Münster nahe Rieselfeldern: Bestand vorsorglich getötet

Geflügelpest in Münster bei Rieselfeldern nachgewiesen
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In Münster ist erneut ein Fall von Geflügelpest aufgetreten. In einem kleinen Hühnerbetrieb nahe der Rieselfelder wurde das hochpathogene H5-Virus festgestellt. Wie die Stadt Münster mitteilt, waren zuvor mehrere Tiere verendet. Der betroffene Bestand umfasste rund 30 Hühner.

Nach Angaben der Stadt wies das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe das Virus am Mittwoch, 11. Februar, nach. Die abschließende Bestätigung durch das Friedrich-Löffler-Institut steht noch aus. Da weitere Tiere Symptome zeigten, wurde der gesamte Bestand aus Gründen des Seuchenschutzes tierschutzgerecht getötet. Damit soll eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Keine Sperrzone in Münster, aber Empfehlung zur Aufstallung

Trotz des Nachweises verzichtet die Stadt auf die Einrichtung einer Sperr- oder Beobachtungszone. Wie die Verwaltung erläutert, greift diese Maßnahme erst ab einer bestimmten Bestandsgröße. Da es sich um einen Kleinstbetrieb handelt, seien die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Auch eine verpflichtende Stallpflicht für das gesamte Stadtgebiet wird derzeit nicht angeordnet. Diese Entscheidung erfolgte laut Stadt in Abstimmung mit dem Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung Nordrhein-Westfalen.

Gleichzeitig spricht das städtische Veterinäramt eine klare Empfehlung aus. Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter in Münster sollten ihre Tiere vorsorglich in geschlossenen Ställen unterbringen. Hintergrund ist der begonnene Vogelzug. Wildvögel gelten als natürliche Träger des Virus und können es auf Hausgeflügel übertragen. Durch eine vorübergehende Aufstallung lasse sich das Risiko deutlich verringern.

Darüber hinaus erinnert das Gesundheits- und Veterinäramt an bestehende Hygieneregeln. Dazu zählen unter anderem eine geschützte Lagerung von Futter, saubere Stallkleidung und die Vermeidung von Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln. Erkrankte oder verendete Tiere sollen unverzüglich gemeldet werden. Diese Aktuelle Meldung Münster richtet sich insbesondere an private Tierhalter im Stadtgebiet.

Vogelgrippe breitet sich bundesweit aus

Seit Anfang November nimmt die Zahl der Nachweise von Aviärer Influenza in Deutschland zu. Die auch als Vogelgrippe oder Geflügelpest bekannte Virusinfektion betrifft vor allem wilde Wasservögel. Für Hausgeflügel verläuft eine Infektion in vielen Fällen tödlich. Das macht eine schnelle Reaktion der Behörden erforderlich.

Für die allgemeine Bevölkerung gilt das Risiko einer Ansteckung laut Behörden derzeit als gering. Dennoch rät die Stadt Münster dazu, kranke oder tote Wildvögel nicht zu berühren. Haustiere wie Hunde oder Katzen sollten von Kadavern ferngehalten werden. Funde von toten Enten, Gänsen, Schwänen, Möwen oder Greifvögeln können dem Veterinäramt gemeldet werden.

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Bereits vor rund drei Jahren hatte es in Münster einen größeren Ausbruch gegeben. Damals wurde nach einem positiven Befund in einer Geflügelhaltung mit rund 90 Tieren eine Stallpflicht für das gesamte Stadtgebiet verhängt. Vor diesem Hintergrund beobachten die Behörden die aktuelle Entwicklung aufmerksam. Ob weitere Maßnahmen notwendig werden, hängt vom weiteren Verlauf der Geflügelpest in Münster ab.

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