Gesunde Mitarbeiter als Schlüssel zur Fachkräftesicherung im Münsterland

Gesunde Mitarbeiter als Schlüssel zur Fachkräftesicherung im Münsterland
© Strong Partners GmbH

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Münster. Wie können Unternehmen im Münsterland ihre Beschäftigten langfristig halten und gleichzeitig deren Gesundheit stärken? Mit dieser Frage beschäftigten sich Fachleute und Unternehmensvertreter am Dienstag, 20. Oktober 2026, bei einem Netzwerkabend im Allwetterzoo Münster. Unter dem Titel „Münsterland bewegt Gesundheit“ diskutierten sie darüber, welche Rolle Führungskräfte, Arbeitsbedingungen und betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Fachkräftesicherung spielen.

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Unternehmen diskutieren über Gesundheit und Mitarbeiterbindung

Zu der Veranstaltung in der Meranti-Halle des Allwetterzoos hatten das Münsteraner Unternehmen Strong Partners und das Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland e.V. eingeladen. Unterstützt wurde der Netzwerkabend von Wirtschaftsförderungen aus der Region. Zu den Gästen gehörten Verantwortliche aus Personalabteilungen, Geschäftsführungen und Unternehmen des Münsterlands.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich gesundheitliche Belastungen im Berufsalltag reduzieren lassen und was Arbeitgeber tun können, um Mitarbeiter langfristig an ihre Betriebe zu binden. Dabei ging es nicht ausschließlich um Gesundheitsangebote, sondern auch um die Gestaltung von Arbeitsplätzen und den Umgang zwischen Führungskräften und Beschäftigten.

Maren Beer vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) erläuterte, welchen Einfluss Führung auf die körperliche und psychische Gesundheit von Mitarbeitern haben kann. Nach ihrer Darstellung kann ein unterstützender Führungsstil gesundheitliche Risiken und Fehlzeiten verringern. Problematisches Führungsverhalten könne dagegen unter anderem das Risiko für Burnout erhöhen. Als wichtige Ansatzpunkte nannte sie Wertschätzung, einen transparenten Umgang mit Entscheidungen, Stressbewältigung und ein gutes Arbeitsklima.

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Universitätsklinikum Münster gibt Einblicke in betriebliches Gesundheitsmanagement

Wie Gesundheitsförderung in einer großen Einrichtung organisiert werden kann, erläuterte Marina Gerdes, Leiterin der Stabsstelle UKMgesund am Universitätsklinikum Münster (UKM). Sie stellte dar, wie das Klinikum Maßnahmen zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz mit der Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen verbindet. Entscheidend sei dabei, die tatsächlichen Anforderungen und Belastungen der jeweiligen Tätigkeiten zu berücksichtigen.

Auch die wirtschaftliche Bedeutung gesunder Beschäftigter spielte bei der Veranstaltung eine zentrale Rolle. Paula Menninghaus, Geschäftsführerin und Mitgründerin von Strong Partners, verwies auf das Beschäftigungswachstum im Münsterland zwischen 2014 und 2024. Nach ihren Angaben entwickelte sich die Beschäftigung in diesem Zeitraum stärker als in den anderen Wirtschaftsregionen Nordrhein-Westfalens. Dadurch gewinne neben der Gewinnung neuer Fachkräfte vor allem die langfristige Bindung vorhandener Mitarbeiter an Bedeutung.

„Recruiting bleibt wichtig, doch Fachkräftesicherung beginnt bei den Mitarbeitenden, die wir bereits gewonnen haben. Mehr als die Hälfte der Betriebe in der Region spürt den Fachkräftemangel heute schon. Wer in gute Führung, passende Arbeitsbedingungen und Gesundheit investiert, sorgt dafür, dass Menschen gerne und lange bleiben“, erklärte Menninghaus.

Die drei Referentinnen vertieften ihre Ansätze anschließend in einer gemeinsamen Podiumsdiskussion. Dabei beschäftigten sie sich insbesondere mit der Frage, wie betriebliches Gesundheitsmanagement dauerhaft im Arbeitsalltag verankert werden kann. Eine gemeinsame Bewegungspause gehörte ebenfalls zum Programm.

Für Unternehmen im Münsterland verdeutlichte der Netzwerkabend damit unterschiedliche Möglichkeiten, Gesundheit und Fachkräftesicherung miteinander zu verbinden. Im Mittelpunkt standen insbesondere die Verantwortung von Führungskräften, passende Arbeitsbedingungen und die langfristige Entwicklung bereits beschäftigter Fachkräfte.

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