Fortuna Düsseldorf: Nach Ende-Aus übernehmen Langeneke und Bodzek

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Fortuna Düsseldorf hat nach zehn Spieltagen in der 3. Liga einen Wechsel auf der Trainerbank vollzogen. Der Verein stellte Cheftrainer Alexander Ende und dessen Assistenten Zlatko Muhovic am Sonntag, 18. Oktober 2026, frei. Die Verantwortung für die Profimannschaft übernimmt der bisherige U23-Trainer Jens Langeneke. Seit Dienstag steht ihm mit Adam Bodzek ein weiterer ehemaliger Fortuna-Spieler als Co-Trainer zur Seite. Beide leiteten am 20. Oktober erstmals gemeinsam das Training der Profimannschaft.

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Mit der Entscheidung reagiert der Zweitliga-Absteiger auf einen Saisonverlauf, in dem die Mannschaft bislang nicht die erhoffte Konstanz erreicht hat. Nach zehn Spielen steht Fortuna Düsseldorf mit 14 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Die sportliche Führung setzt nun auf zwei frühere Spieler, die den Verein seit vielen Jahren kennen. Während Langeneke zunächst bis auf Weiteres das Cheftraineramt übernimmt, wurden zur Dauer der neuen Zusammenarbeit keine konkreten Angaben veröffentlicht.

Fortuna Düsseldorf zieht nach zehn Spieltagen Konsequenzen

Der Trainerwechsel erfolgte unmittelbar nach der 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken am Samstag, 17. Oktober. Fortuna war zuvor nach einem Auswärtssieg auf den sechsten Tabellenplatz vorgerückt, fiel durch die erneute Niederlage aber auf Rang zehn zurück. Die Bilanz aus vier Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen verdeutlicht die wechselhaften Ergebnisse der ersten Saisonphase. Mit elf erzielten Treffern und 13 Gegentoren gehört Düsseldorf zudem zu den offensiv schwächeren Mannschaften der Liga. Nur Fortuna Köln hatte nach dem zehnten Spieltag weniger Tore erzielt.

Sportvorstand Samir Arabi begründete die Entscheidung in der offiziellen Vereinsmitteilung vom 18. Oktober mit einer umfassenden Bewertung der sportlichen Situation. Die Verantwortlichen seien zu der Überzeugung gelangt, „dass wir jetzt einen neuen Impuls setzen müssen“. Gleichzeitig dankte Arabi dem bisherigen Trainerteam für dessen Arbeit. Die Freistellung betrifft ausdrücklich sowohl Alexander Ende als auch Zlatko Muhovic, der gemeinsam mit Ende nach Düsseldorf gekommen war.

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Bei einer Medienrunde am Montag erläuterten Arabi und Sportdirektor Patrick Fabian die Entscheidung näher. Dabei spielte die fehlende sportliche Beständigkeit eine wesentliche Rolle. Fabian machte zudem deutlich, dass Jens Langeneke aufgrund seiner Führungsqualitäten und seiner fachlichen Fähigkeiten ausgewählt worden sei. Die langjährige Verbindung zum Verein sei ein Vorteil, aber nicht der ausschlaggebende Grund für seine Berufung gewesen.

Die Mannschaft liegt nach zehn Spieltagen vier Punkte hinter dem dritten Tabellenplatz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Zum zweiten Platz fehlen sechs Punkte, Tabellenführer MSV Duisburg hat bereits elf Zähler Vorsprung. Damit steht die Fortuna zwar im Mittelfeld, hat den Anschluss an die vorderen Ränge aber noch nicht vollständig verloren.

Alexander Ende muss nach rund sechs Monaten gehen

Alexander Ende hatte das Traineramt in Düsseldorf erst am 12. April 2026 übernommen. Damals verpflichtete ihn der Verein als Nachfolger von Markus Anfang, um den drohenden Abstieg aus der 2. Bundesliga noch zu verhindern. Ende erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 und brachte Zlatko Muhovic als Co-Trainer mit. Zuvor hatte Ende bereits den SC Verl in der 3. Liga sowie Preußen Münster in der 2. Bundesliga betreut.

Der erhoffte Klassenerhalt gelang nicht. Unter Ende gewann Düsseldorf in den letzten fünf Zweitligaspielen der Saison 2025/26 zweimal und verlor dreimal. Nach dem Abstieg blieb er dennoch im Amt und begleitete den Neuaufbau des Kaders. In der anschließenden Drittligasaison erreichte die Mannschaft unter seiner Leitung vier Siege und zwei Unentschieden aus zehn Begegnungen. Die durchschnittliche Punkteausbeute lag damit bei 1,4 Zählern pro Spiel.

Der 47-Jährige äußerte sich nach der Entscheidung über die offiziellen Vereinskanäle. „Ich respektiere die Entscheidung des Vereins, bedauere sie aber auch gleichzeitig.“ Ende erklärte außerdem, er sei weiterhin überzeugt gewesen, dass die Entwicklung der vergangenen Wochen zum angestrebten gemeinsamen Ziel geführt hätte. Er dankte der Mannschaft und den Anhängern für ihre Unterstützung und wünschte dem Verein für die Zukunft alles Gute.

Welche finanziellen oder vertraglichen Vereinbarungen mit der Freistellung verbunden sind, wurde nicht bekannt gegeben. Der ursprüngliche Vertrag war bis Sommer 2028 geschlossen worden. Angaben über eine Auflösung oder eine mögliche Abfindung machte die Fortuna in ihrer Mitteilung vom 18. Oktober nicht.

Jens Langeneke übernimmt die Profis bis auf Weiteres

Mit Jens Langeneke setzt Fortuna Düsseldorf auf einen Trainer aus den eigenen Reihen. Der frühere Abwehrspieler kam 2006 als Profi zum Verein und gehörte zu den Mannschaften, die 2009 den Aufstieg in die 2. Bundesliga und 2012 den Sprung in die Bundesliga schafften. Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er ab 2015 in unterschiedlichen Funktionen im Nachwuchsleistungszentrum. Zuletzt betreute er die U23, die in der Oberliga Niederrhein antritt.

Langeneke kennt damit sowohl die Strukturen des Vereins als auch zahlreiche Nachwuchsspieler. Seine bisherige Tätigkeit umfasste die Ausbildung junger Talente und die Betreuung der zweiten Mannschaft. Noch am Freitag vor seiner Beförderung gewann seine U23 ein Oberligaspiel bei Blau-Weiß Dingden mit 2:0. Wenige Tage später übernahm er die Verantwortung für die Profimannschaft in der 3. Liga.

Der neue Cheftrainer erklärte in seiner ersten Stellungnahme, dass es nun darauf ankomme, Verantwortung zu übernehmen und die verfügbaren Kräfte zu bündeln. Er verwies auf seine langjährige Verbindung zur Fortuna und kündigte an, gemeinsam mit dem Trainerteam und der Mannschaft an einer Verbesserung der sportlichen Situation zu arbeiten. Sportdirektor Fabian hob unterdessen Langenekes Führungsstärke und seine Fähigkeit hervor, andere von seinen Vorstellungen zu überzeugen.

Die offizielle Formulierung des Vereins lautet ausdrücklich, dass Langeneke die Mannschaft bis auf Weiteres betreut. Eine dauerhaft festgelegte Amtszeit oder eine neue Vertragslaufzeit wurde zunächst nicht genannt. Auch über die weitere personelle Besetzung des Trainerpostens bei der U23 enthielt die ursprüngliche Mitteilung noch keine abschließende Entscheidung.

Adam Bodzek ergänzt das neue Trainerteam

Zwei Tage nach der Freistellung des bisherigen Trainerteams machte Fortuna Düsseldorf auch die Neubesetzung der Co-Trainer-Position offiziell. Am Dienstag, 20. Oktober, gab der Verein bekannt, dass Adam Bodzek ab sofort an der Seite von Jens Langeneke arbeiten wird. Beide standen noch am selben Tag gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz.

Bodzek gehört ebenfalls zu den langjährigen ehemaligen Spielern des Vereins. Der inzwischen 41-Jährige wechselte im Januar 2011 vom MSV Duisburg nach Düsseldorf und spielte dort bis zum Ende seiner aktiven Karriere im Sommer 2024. Er gehörte sowohl 2012 als auch 2018 zu den Mannschaften, denen der Bundesliga-Aufstieg gelang. Nach Angaben des Vereins absolvierte Bodzek insgesamt mehr als 350 Spiele für die Profimannschaft und die U23.

Das Fachportal liga3-online beziffert seine Einsätze während der aktiven Laufbahn auf 287 Spiele in der 2. Bundesliga sowie 94 Begegnungen in der Bundesliga. Nach seiner Spielerkarriere blieb Bodzek zunächst im Nachwuchsleistungszentrum tätig. Dort arbeitete er bis zum vergangenen Sommer in verschiedenen Trainerfunktionen, unter anderem als zeitweiliger U17-Trainer und als Co-Trainer der U19.

Mit Langeneke verbindet Bodzek bereits eine gemeinsame Vergangenheit als Spieler. Beide gehörten unter anderem zum Düsseldorfer Kader beim Bundesliga-Aufstieg 2012. Nun arbeiten sie erstmals in dieser Konstellation als Cheftrainer und Co-Trainer der Profimannschaft zusammen. Über die Vertragsdauer des neuen Assistenten machte der Verein zunächst keine Angaben.

Das erste gemeinsame Training fand am Dienstag statt. Nach Angaben von Antenne Düsseldorf absolvierten die Spieler dabei rund 90 Minuten mit verschiedenen Spielformen. Das neue Trainerduo konzentriert sich nun auf die Vorbereitung des nächsten Ligaspiels. Am Samstag, 24. Oktober 2026, tritt Fortuna Düsseldorf um 14 Uhr auswärts bei Hansa Rostock an. Der Gegner steht nach zehn Spieltagen mit 15 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz.

Für Langeneke ist die Begegnung in Rostock der erste Pflichtspieleinsatz als Cheftrainer der Düsseldorfer Profis. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Verbesserung der offensiven Durchschlagskraft. Der neue Trainer verwies nach seinem Amtsantritt auf die geringe Zahl erzielter Treffer und die Notwendigkeit, häufiger zu Torchancen und Torerfolgen zu kommen. Mit Langeneke und Bodzek beginnt für den Zweitliga-Absteiger damit eine neue sportliche Phase, deren Dauer zunächst nicht festgelegt ist.

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