Sternschnuppen über Münster: Am Donnerstag könnte es besonders hell werden

Am Donnerstag könnten besonders helle Sternschnuppen über Münster zu sehen sein. Wann sich der Blick lohnt und wie die Wetterchancen stehen.
Foto: Markus Partoll

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Münster. In den kommenden Nächten lohnt sich ein Blick in den Himmel über Münster, denn am Donnerstag, 5. November 2026, erreichen die Südlichen Tauriden ihren Höhepunkt. Der Meteorstrom ist dafür bekannt, gelegentlich besonders auffällige Sternschnuppen hervorzubringen, die als Feuerkugeln bezeichnet werden. Da der Mond den Nachthimmel in den Abendstunden kaum aufhellt, stehen die Chancen für eine Beobachtung grundsätzlich gut. Entscheidend wird allerdings sein, ob das Wetter mitspielt.

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Sternschnuppen über Münster erreichen am Donnerstag ihren Höhepunkt

Die Südlichen Tauriden sind bereits seit September aktiv. Besonders interessant sind nun die Nächte von Mittwoch auf Donnerstag und von Donnerstag auf Freitag. Nach Angaben des deutschen Arbeitskreises Meteore können unter günstigen Bedingungen etwa fünf bis zehn Meteore pro Stunde auftreten. In der Praxis dürfte die Zahl der tatsächlich sichtbaren Erscheinungen allerdings niedriger liegen.

Anders als bei besonders ergiebigen Meteorströmen steht bei den Tauriden nicht die Anzahl der Sternschnuppen im Mittelpunkt. Vielmehr können einzelne größere Teilchen beim Eintritt in die Erdatmosphäre außergewöhnlich helle Feuerkugeln erzeugen. Ein ungewöhnlich starkes Auftreten wird für 2026 nach Einschätzung der American Meteor Society jedoch nicht erwartet.

Wetter und Mondverhältnisse beeinflussen die Sicht in Münster

Die ersten Wetterprognosen für Donnerstag lassen zumindest zeitweise günstige Bedingungen erwarten. Nach den Vorhersagen vom Montag, 2. November, könnte es in Münster überwiegend trocken bleiben, allerdings sind auch Wolkenfelder möglich. Die Temperaturen dürften nachts auf wenige Grad über dem Gefrierpunkt sinken.

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Für die Beobachtung spricht vor allem die geringe Helligkeit des Mondes. In der Nacht zum Donnerstag geht dieser in Münster erst gegen 3 Uhr auf, in der folgenden Nacht sogar erst gegen 4.18 Uhr. Bis dahin bleibt der Himmel weitgehend frei von störendem Mondlicht. Ob die Sternschnuppen über Münster tatsächlich gut zu erkennen sein werden, hängt damit vor allem von der Bewölkung ab.

Wie sich die Sternschnuppen in Münster beobachten lassen

Eine Beobachtung bietet sich ab etwa 20 Uhr bis weit nach Mitternacht an. Der scheinbare Ursprung der Tauriden liegt im Sternbild Stier, das im Laufe des Abends am Himmel aufsteigt. Da die Lichtspuren jedoch auch in anderen Himmelsrichtungen auftreten können, empfiehlt sich ein möglichst freier Blick auf einen großen Ausschnitt des Nachthimmels.

Innerhalb Münsters erschweren Straßenlaternen und andere künstliche Lichtquellen die Beobachtung. Bessere Voraussetzungen bieten deshalb häufig die ländlichen Bereiche des Münsterlandes. Ein Teleskop ist nicht erforderlich, da sich die Meteore mit bloßem Auge erkennen lassen. Wer die Chancen erhöhen möchte, sollte mindestens 30 bis 60 Minuten einplanen und den Augen ausreichend Zeit geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.

Woher die Tauriden stammen und wann weitere Sternschnuppen folgen

Die Tauriden gehen auf Staub- und Gesteinspartikel zurück, die mit dem Kometen 2P/Encke in Verbindung stehen. Jedes Jahr durchquert die Erde Teile dieser Partikelspur. Dringen die kleinen Himmelskörper mit einer Geschwindigkeit von rund 27 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein, entstehen die charakteristischen Leuchterscheinungen.

Auch nach dieser Woche lohnt sich ein Blick nach oben. Am 12. November erreichen die Nördlichen Tauriden ihr Maximum, bevor in der Nacht vom 17. auf den 18. November die Leoniden folgen. Damit bietet der November gleich mehrere Gelegenheiten, Sternschnuppen am Nachthimmel zu beobachten.

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