Heller Leuchtkörper sorgt am Abend über NRW für Aufsehen

Heller Leuchtkörper über NRW gesichtet. Auch in Münster beobachtet. Vieles spricht für eine Feuerkugel oder einen Meteor.
Symbolbild: Tasos Mansour

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NRW/Münster, Ein ungewöhnlich heller Leuchtkörper hat am Sonntagabend über Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt. Zahlreiche Menschen meldeten, dass sie ein stark leuchtendes Objekt beobachtet hätten, das quer über den Himmel zog und nach wenigen Sekunden wieder verschwand.

Sichtungen wurden aus verschiedenen Teilen des Bundeslandes gemeldet, darunter aus Köln, dem Ruhrgebiet und auch aus Münster. In sozialen Netzwerken berichteten mehrere Nutzer aus der Region Münsterland, dass sie das Phänomen ebenfalls am Himmel erkennen konnten.

Bei der Polizei gingen in mehreren Städten Hinweise von besorgten Bürgern ein. Besonders aus dem Ruhrgebiet wurden viele Anrufe gemeldet, nachdem Menschen den hellen Lichtstreifen beobachtet hatten.

Vieles spricht für eine sogenannte Feuerkugel

Offiziell bestätigt ist bislang nicht, worum es sich bei dem Objekt gehandelt hat. Naheliegend ist jedoch ein astronomisches Ereignis. Experten sprechen in solchen Fällen häufig von einer sogenannten Feuerkugel. Dabei handelt es sich um einen besonders hellen Meteor, der beim Eintritt in die Erdatmosphäre stark aufleuchtet.

Solche Himmelskörper können sehr kurzzeitig extrem hell erscheinen und dabei teilweise den gesamten Himmel erleuchten. Da sie in großen Höhen von rund 80 bis 120 Kilometern verglühen, sind sie häufig über große Entfernungen sichtbar und können gleichzeitig von Beobachtern in vielen Städten wahrgenommen werden.

Meteore können jederzeit auftreten

Auch ohne bekannte Sternschnuppenströme können solche Erscheinungen jederzeit auftreten. Astronomen sprechen dann von sporadischen Meteoren. Diese entstehen unabhängig von bekannten Meteorströmen und treten unregelmäßig auf.

Besonders große Exemplare erzeugen beim Eintritt in die Atmosphäre eine intensive Leuchterscheinung, die deutlich heller als gewöhnliche Sternschnuppen sein kann. In seltenen Fällen erreichen kleine Fragmente solcher Objekte sogar als Meteoriten den Erdboden.

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Weitere Auswertungen könnten Klarheit bringen

Ob es sich tatsächlich um einen Meteor gehandelt hat, dürfte sich erst nach Auswertung weiterer Beobachtungen klären. Häufig melden sich nach solchen Ereignissen Amateurastronomen oder Sternwarten, die anhand von Videoaufnahmen oder Beobachtungsdaten versuchen, die Flugbahn zu rekonstruieren.

Fest steht bereits jetzt, dass das ungewöhnliche Himmelsphänomen am Sonntagabend in vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen zu sehen war – darunter auch über Münster.

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