Münster. Die Gesundheitsversorgung in Münster-Berg Fidel steht vor Veränderungen. Während die einzige Hausarztpraxis im Stadtteil zum Ende März schließen wird, arbeitet die Stadt an einem neuen Angebot: einem Gesundheitskiosk in Berg Fidel. Diese Einrichtung soll künftig als niedrigschwellige Anlaufstelle dienen und Bewohnerinnen und Bewohner bei Fragen rund um Gesundheit und medizinische Versorgung unterstützen.
Der Sozialausschuss der Stadt Münster hat beschlossen, für das Projekt finanzielle Mittel bereitzustellen. Insgesamt sollen 180.000 Euro in die Vorbereitung und Einrichtung des Gesundheitskiosks in Berg Fidel fließen. Ziel ist es, den Zugang zu Gesundheitsberatung im Stadtteil zu verbessern und Menschen bei der Orientierung im Gesundheitssystem zu unterstützen.
Gesundheitskiosk soll Beratung und Orientierung im Gesundheitssystem bieten
Gesundheitskioske gelten als wohnortnahe Beratungsstellen, die Bürgerinnen und Bürgern bei Fragen zur medizinischen Versorgung helfen können. Sie richten sich insbesondere an Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden oder Unterstützung bei organisatorischen Fragen benötigen.
Auch der geplante Gesundheitskiosk in Münster-Berg Fidel soll eine solche Funktion übernehmen. Dort könnten Informationen zu Prävention, Vorsorge und medizinischen Angeboten im Umfeld vermittelt werden. Außerdem sollen Mitarbeitende dabei helfen, passende Anlaufstellen im Gesundheitssystem zu finden und Kontakte zu Arztpraxen oder Beratungsangeboten herzustellen.
Hintergrund der Planungen ist unter anderem die bevorstehende Schließung der einzigen Hausarztpraxis im Stadtteil. Der Praxisbetrieb endet zum 31. März. Künftig müssen Patientinnen und Patienten daher auf Arztpraxen in umliegenden Stadtteilen ausweichen. Nach Angaben aus dem Gesundheitsbereich gibt es mehrere größere hausärztliche Praxen im Umfeld von Berg Fidel, die grundsätzlich als Alternativen infrage kommen.
Politische Mehrheit stellt 180.000 Euro für das Projekt bereit
Die Finanzierung des Gesundheitskiosks wurde im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Migration beraten. Eine Mehrheit der Mitglieder sprach sich dafür aus, Mittel in Höhe von 180.000 Euro für das Projekt einzuplanen.
Die Initiative geht auf eine Anregung aus der Kommunalpolitik zurück, die sich mit der gesundheitlichen Versorgung in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen beschäftigt. Befürworter sehen in einem Gesundheitskiosk eine Möglichkeit, Zugangsbarrieren abzubauen und Informationen zum Gesundheitssystem direkt vor Ort bereitzustellen.
- Rückruf bei Rewe betrifft Tiefkühlgemüse in ganz Deutschland
- Preußen Münster geht bei Dynamo Dresden mit 6:0 unter
- Parkhotel Wienburg steht lang leer: Gute Lage garantiert keinen schnellen Neustart
- ARD zeigt Mysterythriller „Das dunkle Vermächtnis“ mit Felicitas Woll
- Neue ICE-Verbindung über Münster: Direktzug aus NRW fährt bald bis nach Sylt
- Berlin könnte aus dem Münsterland bald günstiger erreichbar werden
- Nach Überfall auf Juwelier in Greven: Polizei veröffentlicht Phantombild
- Feuer in Embsen: Firmengebäude in der Lindenstraße gerät in Brand
Kritik kam aus Teilen der Opposition. Vertreter von CDU und FDP verwiesen darauf, dass zum Zeitpunkt der Entscheidung noch keine detaillierte Vorlage zu Konzept und konkreter Ausgestaltung des Gesundheitskiosks vorlag. Deshalb sei unklar gewesen, wie die bereitgestellten Mittel konkret eingesetzt werden sollen.
Trotz dieser Einwände erhielt das Vorhaben eine politische Mehrheit. Die Stadtverwaltung soll nun die nächsten Schritte für Planung und Umsetzung des Gesundheitskiosks vorbereiten. Ziel ist es, künftig eine zusätzliche Anlaufstelle für Gesundheitsberatung im Stadtteil Berg Fidel zu schaffen.



















