
Münster. In Münsters städtischen Schwimmbädern soll ein KI-gestütztes Sicherheitssystem getestet werden. Das teilt die FDP-Ratsfraktion mit. Nach ihren Angaben wurden Haushaltsmittel für ein Pilotprojekt bereitgestellt. Die Technik soll potenzielle Gefahrenlagen im Wasser erkennen und das Aufsichtspersonal unmittelbar warnen. Die FDP verbindet damit nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch die Hoffnung auf perspektivisch längere Öffnungszeiten in einzelnen Bädern.
Nach Darstellung der FDP geht die jetzige Entwicklung auf einen eigenen Vorstoß aus dem vergangenen Jahr zurück. Tatsächlich ist im Amtsblatt der Stadt Münster ein FDP-Antrag mit dem Titel „KI ins Schwimmbecken – Mehr Sicherheit für mehr Badespaß“ dokumentiert. Der Antrag wurde an den Sportausschuss verwiesen. Damit ist belegt, dass das Thema bereits seit 2025 politisch in Münster behandelt wird.
Die FDP erklärt nun, dass ihr damaliger Antrag Wirkung zeige und inzwischen Geld für einen Testlauf vorgesehen sei. Aus der Mitteilung geht hervor, dass das System Gefahren im Becken erfassen und das Badepersonal per Smartwatch alarmieren soll. Einen konkreten Starttermin, ein benanntes Pilotbad oder eine genaue Summe nennt die Fraktion in ihrer Veröffentlichung allerdings nicht.
Solche Systeme arbeiten in der Regel mit kameragestützter Analyse des Beckens. Ziel ist es, kritische Situationen im Wasser möglichst früh zu erkennen, damit die Aufsicht schneller reagieren kann. Die FDP verweist dabei auf einen Vorfall im Vitusbad in Everswinkel, bei dem ein KI-basiertes System im Frühjahr 2025 Alarm ausgelöst haben soll. Über den Fall wurde regional berichtet, auch das ZDF griff ihn später auf.
Für die politische Debatte liefert die DLRG zusätzlich Zahlen: Nach Angaben der Organisation kamen 2025 bundesweit mindestens 393 Menschen bei Ertrinkungsunfällen ums Leben. Die FDP nutzt diesen Verweis, um den Handlungsdruck bei Prävention und Badeaufsicht zu unterstreichen.
Politisch interessant ist vor allem der zweite Punkt der FDP-Mitteilung. Die Fraktion verbindet die Technologie ausdrücklich mit der Hoffnung, die Öffnungszeiten einzelner Bäder später wieder auszuweiten. Genannt werden dabei besonders die Hallenbäder in Roxel, Hiltrup und Wolbeck.
Dass dieses Thema in Münster relevant ist, zeigt ein Blick auf die aktuelle Bäderlage. Auf den Seiten der Stadt Münster ist für das Hallenbad Hiltrup ein regulärer öffentlicher Betrieb mit festen Öffnungszeiten ausgewiesen. Für die Hallenbäder Roxel und Wolbeck heißt es dagegen, dass sie nach der Sommerpause 2024 ausschließlich für Schul- und Vereinssport geöffnet sind. Genau dort könnte die Diskussion über zusätzliche Zeiten für die Öffentlichkeit also besonders sensibel geführt werden.
Trotz der aktuellen FDP-Mitteilung bleiben mehrere Punkte offen. Öffentlich klar belegt ist derzeit, dass es den politischen Vorstoß gab und dass die FDP nun von einem finanzierten Pilotprojekt spricht. Noch nicht öffentlich greifbar sind dagegen Details dazu, in welchem Bad die Technik zuerst eingesetzt werden soll, wann die Einführung beginnt und wie hoch die bereitgestellten Mittel genau ausfallen.
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