
Münster. Eine der bekanntesten Steakhaus-Adressen in Münsters Innenstadt steht offenbar vor dem Ende. Das Restaurant MAREDO an der Neubrückenstraße soll am 22. Februar 2026 schließen. Der Hinweis stammt nicht aus einer Pressemitteilung, sondern aus einer öffentlich zugänglichen Anzeige zur Restaurantauflösung.
Auf der Plattform Kleinanzeigen wurde am 8. Februar eine Anzeige veröffentlicht, in der es heißt, das Maredo in Münster schließe zum 22. Februar 2026. Für den 26. Februar ist ein offener Abverkauf angekündigt. Angeboten werden Küchengeräte, Gastronomieausstattung, Geschirr und weiteres Inventar.
Der Charakter der Anzeige spricht für eine vollständige Betriebsaufgabe und nicht für eine bloße Renovierung oder einen kurzfristigen Umbau. Ein solcher Inventarverkauf ist in der Regel ein klares Signal für eine dauerhafte Schließung.
Als rechtliche Angaben wird in der Anzeige die Heinz Steak-Restaurant GmbH genannt. Laut Handelsregister ist diese Gesellschaft beim Amtsgericht Köln eingetragen. Geschäftsführer ist Sebastian-Alessandro Willming. Das deutet darauf hin, dass es sich beim Münsteraner Standort um einen Franchise- oder Betreiberbetrieb handelt, der rechtlich eigenständig von der Markenholding agiert.
Auf der offiziellen Website von MAREDO wird der Standort Münster weiterhin als reguläres Steakhaus geführt. Öffnungszeiten, Adresse und Reservierungsoptionen sind noch abrufbar. Auch über OpenTable können weiterhin Tische angefragt werden.
Eine öffentliche Stellungnahme der Zentrale oder des lokalen Betreibers zur angekündigten Schließung liegt bislang nicht vor. Die Diskrepanz zwischen Anzeige und Online-Auftritt wirft Fragen auf. Möglich ist ein zeitlicher Verzug in der Kommunikation. Ebenso denkbar ist, dass die Entscheidung kurzfristig gefallen ist.
Die Marke Maredo blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. 2020 meldete die Steakhaus-Kette im Zuge der Corona-Pandemie Insolvenz an. Ein Investor übernahm die Marke, restrukturierte das Unternehmen und eröffnete ausgewählte Standorte neu. Seit 2021 wurde die Expansion schrittweise fortgesetzt.
Der Standort in Münster galt nach Berichten aus dem Frühjahr 2025 als Franchise-Neustart nach der Insolvenzphase. In einem Porträt des MÜNSTER! Magazin war von rund zwei Dutzend Beschäftigten die Rede. Für sie dürfte die angekündigte Schließung einschneidend sein. Ob es Übernahmen, Versetzungen oder Kündigungen geben wird, ist bislang offen.
Die mögliche Schließung fällt in eine wirtschaftlich angespannte Phase für viele Gastronomiebetriebe. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes lagen die realen Umsätze in Teilen der Gastronomie zuletzt unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig kämpfen Restaurants mit steigenden Energie-, Waren- und Personalkosten.
Zum 1. Januar 2026 wurde die Mehrwertsteuer auf Speisen wieder auf sieben Prozent gesenkt. Ob diese steuerliche Entlastung für einzelne Standorte ausreicht, hängt jedoch stark von der individuellen Kostenstruktur und der Auslastung ab.
Ob wirtschaftliche Gründe, ein auslaufender Mietvertrag oder strategische Entscheidungen hinter der Münsteraner Schließung stehen, ist derzeit nicht bekannt. Ohne offizielle Erklärung bleiben die Ursachen Spekulation.
Die Neubrückenstraße zählt zu den stark frequentierten Lagen der Innenstadt. Die Fläche des Maredo ist groß, gut sichtbar und seit vielen Jahren gastronomisch genutzt. Ein Leerstand würde im Straßenbild auffallen.
Gleichzeitig gilt Münster als vergleichsweise stabiler Handels- und Gastronomiestandort. Laut Innenstadtanalysen der Wirtschaftsförderung Münster GmbH ist die Nachfrage nach attraktiven Lagen weiterhin hoch. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Fläche mittel- bis langfristig neu vermietet wird.
Dennoch markiert das Aus einen weiteren Einschnitt in der Innenstadtgastronomie. Mit Maredo verschwindet eine bundesweit bekannte Marke, die für viele Münsteraner über Jahre hinweg ein fester Bestandteil ihrer Restaurantwahl war.
Der 22. Februar 2026 ist das bislang einzige konkret benannte Datum. Bestätigt wird es derzeit allein durch die Anzeige zur Betriebsauflösung. Eine offizielle Mitteilung steht noch aus.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu