
Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer unterstützt die Entscheidung, die Nato mit dem Westfälischen Friedenspreis 2026 auszuzeichnen. Kurz vor der Preisverleihung in Münster bezeichnete der Grünen-Politiker die Auswahl gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ als „eine gute Wahl“.
Fischer begründete seine Haltung mit der Rolle des Verteidigungsbündnisses für die Sicherheit Europas. Nach seiner Darstellung habe die Nato während ihres Bestehens wesentlich dazu beigetragen, Frieden und Sicherheit in Europa zu gewährleisten.
Die Nato erhält den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens am Donnerstag, 1. Oktober 2026, im Historischen Rathaus in Münster. Nato-Generalsekretär Mark Rutte nimmt die Auszeichnung stellvertretend für das Bündnis entgegen. Bundeskanzler Friedrich Merz hält die Laudatio. Mit dem Jugendpreis wird zudem die Organisation socioMovens ausgezeichnet.
Die Entscheidung für die Nato stößt zugleich auf Kritik. Münsteraner Friedensinitiativen sehen einen Widerspruch zwischen einem militärischen Verteidigungsbündnis und der Vergabe eines Friedenspreises. Für den Tag der Preisverleihung sind deshalb Protestveranstaltungen angekündigt.






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