
Münster. Am Mittwochabend, 21. Januar 2026, versammelten sich erneut Kurdinnen und Kurden am Hauptbahnhof Münster zu einer Demonstration gegen den Krieg in Nord- und Ostsyrien. Es war bereits der zweite Protestzug innerhalb eines Tages in Münster. Der Aufruf kam wie schon am Vorabend aus dem Umfeld des Demokratisch-Kurdischen Gesellschaftszentrums Münster.
Anders als bei der Demonstration am Dienstag führte der Zug am Mittwoch nach einem Marsch durch die Innenstadt zum Schlossplatz Münster. Die Route war nach Angaben der Polizei im Vorfeld abgestimmt worden. Für den Mittwoch waren 500 Teilnehmende angemeldet, die Polizei sprach am Abend von rund 600 Demonstrierenden.
Inhaltlich richteten sich die Demonstrationen gegen Gewalt, Vertreibungen und militärische Auseinandersetzungen in Rojava, also in Nord- und Ostsyrien. Darüber hinaus kritisierten Redner nach Darstellung der Polizei auch das iranische Regime sowie die syrische Übergangsregierung. Die Proteste stehen im Kontext einer angespannten Lage in der Region, über die international zahlreiche Medien berichten.
Die Demonstration am Dienstag verlief überwiegend friedlich. In einer ersten Bilanz nannte die Polizei jedoch mehrere Verstöße, darunter Anzeigen wegen Pyrotechnik, das Zeigen verbotener Fahnen nach dem Vereinsgesetz sowie einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Schwerwiegende Zwischenfälle wurden nicht gemeldet.
Kurdische Gruppen im Münsterland kündigten an, ihre Proteste in den kommenden Tagen fortzusetzen. Auch bundesweit kam es zeitgleich in mehreren Städten zu pro-kurdischen Demonstrationen, teils mit deutlich höheren Teilnehmerzahlen als zuvor angemeldet.
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