Kyjiwer Artisten bringen Zirkuskunst ins GOP Münster

„Circus“ läuft bis 4. Oktober im GOP Münster. Die Show verbindet Clownerie, Luftakrobatik, Jonglage und Tanz.
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster. Eine umfangreiche Zirkusproduktion bestimmt in den kommenden Wochen das Programm an der Bahnhofstraße: „Circus“ ist seit dem 16. Juli im GOP Münster zu sehen und bleibt bis zum 4. Oktober in der Stadt. Die rund zweistündige Inszenierung verbindet klassische Disziplinen wie Trapez, Jonglage und Einradakrobatik mit Tanz, Clownerie und einer durchgehenden Bühnengestaltung. Verantwortlich ist ein Team des Circus-Theaters Bingo aus Kyjiw gemeinsam mit GOP showconcept.

Von Rollschuhakrobatik bis Vertikaltuch

Das Programm geht deutlich über die im ersten Medienbericht beschriebenen Darbietungen hinaus. Tetiana und Oleksii Bitkine treten gemeinsam am Chinese Pole auf, während Valeriia Holub eine Trapeznummer zeigt. Olha Rezekina arbeitet mit mehreren Hula-Hoop-Reifen. Zum veröffentlichten Ensemble gehören außerdem Kateryna Gurina am Vertikaltuch, Anton Shcherbyna mit einer Diabolo-Jonglage und Yuliana Kaban auf dem Einrad.

Weitere Schwerpunkte setzen Kseniia Shytova mit Equilibristik sowie Oleksii Khrystolyubov und Liliia Mala mit einer Rollschuhdarbietung. Andrii Nikolaienko und Mykyta Postnikov bilden ein Handstandduo. Hanna Levchenko und Tetiana Nikolaienko übernehmen Tanz- und Charakterrollen innerhalb der gemeinsamen Szenen. Dadurch entsteht kein Programm, das ausschließlich aus voneinander getrennten Solonummern besteht. Die einzelnen Disziplinen werden vielmehr in größere Ensemblepassagen eingebunden.

Eduardissimo führt durch die Zirkuswelt

Die komödiantische Hauptrolle übernimmt Edouard Neumann unter seinem Künstlernamen Eduardissimo. Nach eigenen Angaben stand der in Pensa geborene Artist bereits im Alter von fünf Jahren gemeinsam mit seinem Vater als Clown auf der Bühne. Später gehörte er einem Pantomimentheater an und absolvierte seine Ausbildung an der Staatlichen Artistenschule in Kyjiw.

Während seiner Studienzeit war Neumann an der Gründung der Clowngruppe „Mimikritschi“ beteiligt. Seit 1991 lebt er in Deutschland. Dort gründete er das Duo KGB-Clowns, wobei die Abkürzung für „Kunst der Gestik und Bewegung“ steht. Neben seinen Auftritten arbeitet er auch als Regisseur und Choreograf. Bei „Circus“ verbindet er pantomimische und klassische Clownelemente mit den Übergängen zwischen den artistischen Darbietungen.

Produktionsteam arbeitet zwischen Varieté und Zirkus

Inszeniert wurde „Circus“ von Igor Protsenko und Irina German. Das Bühnenbild stammt von Sebastian Drozdz, für das Lichtdesign sind Andi Hönig und Leon Rivero Budde verantwortlich. Die Produktionsleitung liegt bei Natalia Ulianenko. Nach Angaben des GOP handelt es sich um eine gemeinsame Produktion des Circus-Theaters Bingo und der Produktionsgesellschaft GOP showconcept.

Das Ensemble aus Kyjiw verfügt über Erfahrungen bei internationalen Zirkusfestivals. Beim 44. Internationalen Zirkusfestival von Monte-Carlo erhielt die Formation „Bingo 5 Boys“ einen Bronzenen Clown. Das Circus-Theater Bingo und die Zirkusakademie aus Kyjiw wurden dort zudem mit einem Sonderpreis der Stadt Monaco ausgezeichnet. Irina German und Igor Protsenko erhielten bei derselben Ausgabe eine weitere Auszeichnung. Bei der folgenden Festivalausgabe wurde eine Equilibristikproduktion der Troupe Bingo ebenfalls mit einem Bronzenen Clown geehrt.

„Circus“ bleibt bis Anfang Oktober in Münster

Die Aufführungen dauern nach Angaben des Veranstalters jeweils ungefähr zwei Stunden einschließlich einer Pause. Gespielt wird regulär von Mittwoch bis Sonntag. Mittwochs beginnt die Vorstellung um 19 Uhr, donnerstags um 20 Uhr. Freitags sind Termine um 17.30 Uhr und 21 Uhr vorgesehen. Samstags stehen Vorstellungen um 16 Uhr und 20.30 Uhr im Spielplan, sonntags um 14 Uhr und 18 Uhr.

Spielort ist das GOP Varieté-Theater an der Bahnhofstraße 20–22 gegenüber dem Hauptbahnhof. Die Laufzeit bis zum 4. Oktober macht „Circus“ zur Sommerproduktion des Hauses. Im Mittelpunkt steht nicht nur eine einzelne Artistengruppe oder Disziplin, sondern ein breit aufgestelltes Ensemble, das Boden- und Luftakrobatik, Jonglage, Tanz und Clownerie innerhalb einer gemeinsamen Inszenierung zusammenführt.

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