
Münster. Rund 70 angestellte Lehrkräfte des Landes haben am heutigen Tag mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt von Münster auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Hintergrund der Aktion sind die laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder. Die Teilnehmenden folgten einem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und machten ihrem Unmut über den bisherigen Verlauf der Gespräche Luft.
Nach Angaben der Gewerkschaft gibt es bislang kein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite. Genau das sorgt bei vielen Beschäftigten für wachsenden Unmut. In Münster machten die Lehrkräfte deutlich, dass sie eine zügige Bewegung in den Verhandlungen erwarten. Aus Sicht der GEW sei es nicht hinnehmbar, dass angesichts steigender Lebenshaltungskosten weiterhin keine greifbaren Vorschläge auf dem Tisch liegen.
Konkret fordert die GEW eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll nach dem Willen der Gewerkschaft zwölf Monate betragen. Ziel sei es, die Kaufkraft der Beschäftigten zu sichern und insbesondere niedrigere und mittlere Einkommen spürbar zu entlasten.
GEW-Geschäftsführer Carsten Peters erklärte am Rande der Aktion, dass der heutige Protest nur ein Auftakt sei. Auch in den kommenden Wochen wolle man öffentlich Druck aufbauen, um die Arbeitgeber zu einem Angebot zu bewegen. Münster werde sich dabei weiterhin an landesweiten Protestaktionen beteiligen.
Sollte es in den kommenden Verhandlungsrunden zu keiner Annäherung kommen, rechnet die Gewerkschaft mit weiteren Warnstreiks. Diese könnten regional auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben. Eltern und Schüler müssten sich dann gegebenenfalls erneut auf Einschränkungen einstellen.
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