Mehr Präsenz am Hauptbahnhof: Polizei Münster richtet mobile Wache ein

Auto überschlägt sich und landet nach Zusammenstoß im Straßengraben
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Am Hauptbahnhof in Münster baut die Polizei ihre Sicherheitsstrategie weiter aus. Seit sofort ist im Umfeld des Bahnhofs eine mobile Wache im Einsatz. Mit diesem Schritt reagiert die Behörde auf die besonderen Herausforderungen im Bahnhofsquartier und will die öffentliche Sicherheit weiter stärken.

Wie die Polizei Münster mitteilt, wird die mobile Wache zunächst an drei Tagen pro Woche im Bereich der Windthorststraße aufgebaut. Montags zwischen 8 und 11 Uhr, donnerstags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags zwischen 11 und 14 Uhr sollen Bürgerinnen und Bürger dort direkte Ansprechpartner finden. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Konzepts, das gemeinsam mit der Bundespolizei und weiteren Sicherheitspartnern umgesetzt wird. Ziel ist es, die sichtbare Präsenz zu erhöhen, frühzeitig Hinweise aufzunehmen und das Sicherheitsgefühl rund um den Hauptbahnhof nachhaltig zu verbessern.

Dialog und Ansprechbarkeit als Baustein der Sicherheitsstrategie

Mit der mobilen Wache verfolgt die Polizei nach eigenen Angaben einen klaren Ansatz. Neben Kontrollen und Streifenfahrten soll vor allem der direkte Austausch mit der Bevölkerung gestärkt werden. Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf betont laut Mitteilung, dass Sicherheit nicht durch eine einzelne Maßnahme entstehe, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Instrumente. Die mobile Wache sei dabei ein zusätzlicher Baustein, um Präsenz und Ansprechbarkeit im Bahnhofsviertel sichtbar zu machen.

Vor Ort sollen Bürgerinnen und Bürger unkompliziert Hinweise geben, Fragen stellen oder Präventionsgespräche führen können. Die Polizei setzt dabei bewusst auf ein niedrigschwelliges Angebot. Durch Gespräche und Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhofft sich die Behörde, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen gezielt anzupassen. Gerade im Umfeld eines zentralen Verkehrsknotens wie dem Hauptbahnhof spielen subjektives Sicherheitsgefühl und Vertrauen in staatliche Institutionen eine wichtige Rolle. Mit der neuen Anlaufstelle will die Polizei beides stärken und zugleich Transparenz über ihre Arbeit schaffen.

Eingebettet in ein umfassendes Maßnahmenpaket

Die mobile Wache ist nicht als Einzelmaßnahme gedacht, sondern ergänzt bereits bestehende Sicherheitsinstrumente rund um den Hauptbahnhof Münster. In den vergangenen Jahren wurde das Konzept schrittweise erweitert. Dazu gehören gemeinsame Streifen von Landes- und Bundespolizei, mobile Videobeobachtung sowie regelmäßige Schwerpunkteinsätze im Bahnhofsbereich. Auch eine Waffen- und Messerverbotszone ist Teil des Maßnahmenmixes.

Darüber hinaus arbeitet die Polizei eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen, insbesondere in einer täterorientierten Abstimmung bei wiederkehrenden Straftätern. Ein gemeinsames Informationszentrum bündelt Erkenntnisse unterschiedlicher Behörden und Sicherheitspartner. Ergänzt wird dies durch sogenannte Runde Tische auf der Ost- und Westseite des Bahnhofs, bei denen Akteure aus Verwaltung, Sicherheitsbehörden und weiteren Institutionen zusammenkommen.

Mit der zusätzlichen mobilen Wache wird dieser präventive, repressive und dialogorientierte Ansatz weiter verdichtet. Damit reagiert die Polizei auf die hohe Frequentierung des Bahnhofs als Verkehrsdrehscheibe und Aufenthaltsort unterschiedlichster Personengruppen. Das Bahnhofsquartier gilt seit Jahren als sensibler Bereich, in dem Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich angepasst werden. Die neue Anlaufstelle soll dazu beitragen, Präsenz zu zeigen und das Sicherheitskonzept sichtbar zu machen.

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