Mehr Silvesterabfall in Münster: awm sammeln 6,8 Tonnen Müll ein

In Münster haben die awm nach Silvester 6,8 Tonnen Abfall eingesammelt. Deutlich mehr als im Vorjahr. Zahlen, Orte und Hintergründe.
Stadt Münster/awm

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Münster. Zum Jahreswechsel haben die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster in Münster deutlich mehr Abfall eingesammelt als noch ein Jahr zuvor. In der Silvesternacht und am Neujahrsmorgen kamen insgesamt 6,8 Tonnen Böller- und Raketenreste zusammen. Damit lag die Menge um 4,4 Tonnen über dem Wert des vorherigen Jahreswechsels. Die Zahlen zeigen, dass sich der kurzfristige Rückgang aus dem Vorjahr nicht fortgesetzt hat. Für die Stadt bedeutet das erneut einen hohen Reinigungsaufwand unmittelbar nach dem Jahreswechsel.

Bereits in den frühen Morgenstunden nach Silvester waren Reinigungsteams in Münster unterwegs, um zentrale Bereiche von Feuerwerksresten und Glasscherben zu befreien. Der starke Anstieg des Abfallaufkommens fällt insbesondere vor dem Hintergrund auf, dass im Jahr zuvor ein vergleichsweise niedriger Wert erreicht worden war. Aus Sicht der Abfallwirtschaft hatte dies Hoffnungen geweckt, dass weniger Feuerwerk langfristig zu weniger Müll führen könnte. Diese Entwicklung hat sich nun nicht bestätigt. Damit rückt das Thema Silvesterabfall erneut in den Fokus der Münster Nachrichten rund um Umwelt- und Ressourcenschutz.

Schwerpunkt in der Innenstadt und an beliebten Treffpunkten

Im Einsatz waren mehrere Kehrmaschinen sowie ein spezielles Fahrzeug zur Leerung von Papierkörben. Ein siebenköpfiges Team konzentrierte sich dabei vor allem auf stark frequentierte Bereiche der Innenstadt. Dazu zählten neben zentralen Plätzen auch bekannte Treffpunkte wie Brückenbereiche, das Umfeld des Aasees sowie die Kaianlagen im Hafen. Gerade dort hatte sich besonders viel Feuerwerksmüll angesammelt, was die Reinigungsarbeiten zeitintensiv machte.

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Nach Angaben der Stadt verlief der Einsatz insgesamt ohne größere Probleme. Positiv fiel auf, dass die geltenden Feuerwerksverbotszonen eingehalten wurden. Insbesondere rund um den Domplatz und den Prinzipalmarkt seien kaum Rückstände gefunden worden. Diese Bereiche gelten in Münster seit mehreren Jahren als sensible Zonen, in denen aus Sicherheits- und Denkmalschutzgründen kein Feuerwerk erlaubt ist. Die Erfahrung aus der Silvesternacht zeigt, dass entsprechende Regelungen Wirkung entfalten können, während andere Orte weiterhin stark belastet werden. Damit liefert die Aktuelle Meldung Münster auch Ansatzpunkte für die Diskussion über künftige Lenkungsmaßnahmen.

Reinigungspflicht und richtige Entsorgung nach Silvester

Neben den Einsätzen der Abfallwirtschaft weist die Stadt Münster darauf hin, dass auch Anliegerinnen und Anlieger Verantwortung tragen. Straßen, die nicht unmittelbar nach Silvester durch die awm gereinigt werden, unterliegen dem regulären Reinigungsrhythmus. In der Zeit zwischen den turnusmäßigen Reinigungen müssen Grundstückseigentümer jedoch dafür sorgen, dass keine Gefahren entstehen. Dazu gehört vor allem das Entfernen von Glasscherben und Feuerwerksresten, die Fußgänger oder Radfahrende gefährden könnten.

Für die Entsorgung gelten klare Vorgaben. Ausgebrannte Feuerwerkskörper gehören in den Restabfall, allerdings nur dann, wenn sie vollständig abgekühlt sind. Andernfalls besteht Brandgefahr in den Mülltonnen. Verpackungen aus Kunststoff sollen über die Wertstofftonne entsorgt werden, Pappe über die Papiertonne. Glasflaschen ohne Pfand müssen farblich getrennt in die vorgesehenen Container. Mit diesen Hinweisen reagiert die Stadt auf wiederkehrende Probleme nach Silvester und setzt auf mehr Aufmerksamkeit im Umgang mit Abfällen. Die Zahlen zum Jahreswechsel zeigen, dass dieses Thema für Nachrichten aus Münster auch künftig relevant bleiben wird.

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