Mehr Wildunfälle nach der Zeitumstellung: Auch in Münster wird es jetzt gefährlich

Nach der Zeitumstellung steigt in Münster das Risiko für Wildunfälle. Besonders morgens ist auf Straßen an Wald- und Feldrändern Vorsicht geboten.
Bildunterschrift: Dieser Rehbock wurde bei Handorf Opfer des Straßenverkehrs. Das muss nicht sein. Foto: C. Krystofiak

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Münster. Mit Beginn der Sommerzeit wächst auf Münsters Straßen das Risiko für Wildunfälle. Darauf weist die Kreisjägerschaft Münster hin. Der Grund liegt nicht in einer plötzlichen Veränderung im Verhalten der Tiere, sondern in der Uhr: Wildtiere orientieren sich nicht an der Zeitumstellung, sondern am Tageslicht. Dadurch verschiebt sich für Autofahrer vor allem am Morgen eine sensible Phase. Genau dann, wenn viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit sind, können Rehe und anderes Wild besonders aktiv sein.

Die Warnung ist nicht nur für den Raum Münster relevant, sondern für alle Strecken an Feld- und Waldrändern. Vor allem in den Wochen nach der Umstellung kann die Gefahr steigen. Wer jetzt aufmerksam fährt und typische Verhaltensregeln kennt, kann das Risiko deutlich senken.

Warum die Sommerzeit das Unfallrisiko erhöht

Die Zeitumstellung im Frühjahr bringt den menschlichen Tagesablauf und die Aktivitätsphasen von Wildtieren stärker in Konflikt. Während Pendler nach der neuen Uhrzeit unterwegs sind, bleiben Rehe, Wildschweine und andere Tiere zunächst bei ihrem natürlichen Rhythmus, der sich am Sonnenaufgang und an der Dämmerung orientiert. Genau dadurch kommt es häufiger zu Situationen, in denen Wildwechsel und Berufsverkehr zusammenfallen.

Besonders kritisch sind deshalb die frühen Morgenstunden. Auch am späten Abend bleibt die Lage angespannt. Fachverbände weisen seit Jahren darauf hin, dass das Risiko im Frühjahr besonders hoch ist. Gerade im April und Mai häufen sich Wildunfälle, weil die Tiere verstärkt unterwegs sind und zugleich viele Menschen in der Dämmerung auf Straßen in Randlagen fahren.

Besonders gefährlich sind Straßen an Feldern und Wäldern

Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem dort, wo Straßen direkt an Waldstücke, Felder oder unübersichtliche Grünstreifen grenzen. Solche Abschnitte gibt es auch rund um Münster in vielen Bereichen. Wer dort unterwegs ist, sollte vor allem in den frühen Morgenstunden und am späten Abend besonders aufmerksam fahren.

Die Kreisjägerschaft Münster rät dazu, die Geschwindigkeit den Bedingungen anzupassen. Das ist deshalb wichtig, weil Wild oft plötzlich auf die Fahrbahn läuft. Wer zu schnell fährt, hat deutlich weniger Zeit zu reagieren. Schon wenige Stunden mit vermehrter Aktivität können genügen, um das Unfallrisiko spürbar zu erhöhen. Hinzu kommt: Ein Tier auf der Straße bleibt oft nicht allein. Wo ein Reh auftaucht, können weitere folgen.

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