
Münster. Verschärfte Grenzregime, restriktivere Asylverfahren und politische Alleingänge einzelner Staaten stellen die europäische Migrationspolitik seit Jahren vor neue Konflikte. Welche Folgen das für die Menschenrechte in Europa hat, steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Donnerstag, 8. Januar 2026, in Münster. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Unter dem Titel „Stoßen die Menschenrechte in Europa an Grenzen?“ diskutieren Expertinnen und Experten aus Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Praxis über die Frage, wie belastbar menschenrechtliche Standards angesichts aktueller Entwicklungen noch sind. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass immer mehr europäische Staaten ihre Migrationspolitik verschärfen und Grenzen faktisch oder politisch schließen.
An der Diskussion beteiligen sich:
Carsten Gericke, Menschenrechtsanwalt aus Hamburg, tätig unter anderem im Bereich „Border Justice“ und Richter am Hamburgischen Verfassungsgericht
Ulrike Krause, Professorin an der Universität Münster mit Forschungsschwerpunkten zu Flucht, Gewalt und Humanitarismus
Anna Katharina Mangold, Professorin für Europarecht an der Universität Flensburg mit Fokus auf europäische Integration und Antidiskriminierungsrecht
Die Moderation übernimmt Nora Markard, Professorin in Münster und (Ko-)Direktorin des veranstaltenden Kollegs.
Die Podiumsdiskussion beginnt um 18:00 Uhr im Auditorium des LWL-Museum für Kunst und Kultur am Domplatz 10. Das Museum liegt zentral in der Innenstadt und ist fußläufig vom Prinzipalmarkt erreichbar.
Eingeladen wird vom Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ (EViR) der Universität Münster. Das Kolleg arbeitet seit 2021 mit internationalen Fellows und untersucht das Spannungsverhältnis zwischen rechtlicher Einheit und rechtlicher Vielfalt – von historischen Perspektiven bis zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikten. Das Forschungsprojekt wird durch Bundesmittel gefördert und befindet sich seit 2025 in einer zweiten Förderphase.
Im Anschluss an die Veranstaltung sind Besucherinnen und Besucher zu einem Empfang mit kleinem Imbiss eingeladen. Damit bietet sich Gelegenheit, die Debatte informell fortzusetzen und mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen.