Münster diskutiert digitales Buchungssystem für Recyclinghöfe

Münster diskutiert digitales Buchungssystem für Recyclinghöfe
Foto: awm / Luftbild Anlagenpark Coerde mit Deponie

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Münster. Für die Recyclinghöfe in Münster wird ein digitales Zeitfenster-Buchungssystem diskutiert. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt hat beantragt, bei den Recyclinghöfen der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster ein digitales Zeitfenster-Buchungssystem einzuführen. Ziel ist es, Wartezeiten zu vermeiden, den Zugang planbarer zu machen und die Servicezeiten perspektivisch auszuweiten.

Der Antrag wurde Anfang Dezember 2025 in den Rat eingebracht. Über die Umsetzung entscheiden nun die politischen Gremien. Wie die Stadt Münster mitteilt, soll zunächst geprüft werden, ob und in welcher Form ein solches System wirtschaftlich und organisatorisch realisierbar ist.

CDU fordert digitale Zeitfenster und automatisierten Betrieb

Konkret fordert die CDU-Ratsfraktion, dass Besucherinnen und Besucher künftig feste Zeitfenster für die Nutzung der städtischen Recyclinghöfe buchen können. Diese Buchungen sollen online, per App sowie telefonisch möglich sein, damit auch Menschen ohne Internetzugang berücksichtigt werden. Laut Antrag sollen dadurch Besuche besser planbar werden und längere Wartezeiten entfallen.

Darüber hinaus schlägt die CDU vor, die Recyclinghöfe teilweise automatisiert zu betreiben. Auf diese Weise könnten die Anlagen über längere Zeiträume geöffnet werden, ohne dass dauerhaft Personal vor Ort eingesetzt werden muss. Videoüberwachung soll dabei den sicheren Betrieb gewährleisten. Das Personal soll künftig vor allem zu Stoßzeiten eingesetzt werden, während der Regelbetrieb weitgehend digital organisiert wird.

Als Vorbilder nennt die CDU unter anderem Hannover, Freiburg, Kiel, Augsburg und Selm. Dort würden vergleichbare Systeme bereits eingesetzt. Bis zum Sommer 2026 sollen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster dem Rat einen konkreten Umsetzungsplan samt Wirtschaftlichkeitsvergleich vorlegen.

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Hintergrund: Aktuelle Situation an den Recyclinghöfen

In Münster werden die Recyclinghöfe regelmäßig genutzt. Nach Angaben der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster werden dort pro Jahr rund 600.000 Anlieferungen registriert. Die räumlichen und verkehrlichen Rahmenbedingungen an den Standorten sind dabei seit längerem gegeben.

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Im Jahr 2025 kam es punktuell zu Einschränkungen im Betrieb. Dazu zählten mehrtägige Warnstreiks, während derer die Recyclinghöfe zeitweise geschlossen blieben. In solchen Fällen wies die Stadt darauf hin, dass es nach Wiederaufnahme des Betriebs zu einem höheren Besucheraufkommen kommen könne. Zudem führten einzelne bauliche Maßnahmen und Verkehrsregelungen, etwa im Umfeld des Recyclinghofs Coerde, zeitweise zu veränderten Zufahrtsbedingungen.

Unabhängig davon informieren die Abfallwirtschaftsbetriebe in ihren allgemeinen Hinweisen darüber, dass es bei starkem Andrang vereinzelt zu Wartezeiten vor Recyclinghöfen kommen kann.

Die CDU-Fraktion führt in ihrem Antrag aus, dass aus ihrer Sicht digitale Buchungssysteme dazu beitragen könnten, Besuche besser zu strukturieren und Abläufe planbarer zu machen. Ob und in welcher Form ein solches System in Münster eingeführt wird, ist Gegenstand der weiteren Beratungen im Rat sowie der Prüfung durch die Abfallwirtschaftsbetriebe.

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