Mittagstisch im Wuddi: Stadt Münster plant keinen Ersatz

Der Mittagstisch im Wuddi soll eine neue Perspektive bekommen. Münster-Nord fordert jetzt ein tragfähiges Konzept für Kinderhaus.
Foto: Pexels

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Münster. Trotz mehr als 500 Unterschriften und mehrerer politischer Anträge plant die Stadt Münster keinen Ersatz für den geschlossenen Mittagstisch im Wuddi in Kinderhaus. Das geht aus einer Berichtsvorlage vom 2. November 2026 hervor. Die Verwaltung verweist auf fehlendes Personal, die angespannte Haushaltslage und bestehende Angebote im Stadtteil. Am Dienstag (10. November) beschäftigt sich die Bezirksvertretung Münster-Nord mit dem Thema.

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Stadt sieht keinen Bedarf für neuen Mittagstisch in Kinderhaus

Der langjährige Mittagstisch im Wuddi wurde im Juli eingestellt. Neben Beschäftigten und Anwohnern nutzten nach Angaben der Stadt täglich etwa 25 Senioren das Angebot. Mehr als 500 Menschen unterschrieben anschließend für dessen Erhalt. Auch CDU, SPD, Grüne, Volt und Linke setzten sich mit unterschiedlichen Anträgen für eine Fortführung oder Ersatzlösung ein.

Die Verwaltung hält einen neuen öffentlich geförderten Mittagstisch jedoch nicht für notwendig. Rund um den Idenbrockplatz gebe es mehrere gastronomische Betriebe mit warmen Mittagsgerichten für weniger als zehn Euro. Außerdem verweist die Stadt auf zahlreiche Begegnungsangebote, darunter das Marktcafé und das Klön-Café im Kap.8.

Ersatz im Kap.8 scheitert laut Stadt an Personal und Kosten

Eine mögliche Fortführung im benachbarten Kap.8 wurde geprüft. Dort wären Räume allerdings nur dienstags und mittwochs zwischen 10:15 und 13:45 Uhr verfügbar. Die Küche sei für größere Essensmengen ungeeignet. Auch für eine Versorgung durch einen Cateringbetrieb fehle das notwendige Personal. Eine ehrenamtliche Lösung hält die Verwaltung ebenfalls für schwierig.

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Hinzu kommt die seit September geltende Haushaltssperre. Neue freiwillige Leistungen sind dadurch ausgeschlossen. Konkrete Kostenberechnungen für einen alternativen Mittagstisch enthält die Vorlage allerdings nicht. Auch eine ausführliche Bewertung der vorhandenen Gastronomieküche im Wuddi fehlt.

Politik hatte sich für Erhalt eingesetzt

Die CDU hatte zunächst eine Übergangslösung mit Catering vorgeschlagen. SPD, Grüne, Volt und Linke forderten die Prüfung weiterer Standorte und Betreibermodelle. Dabei ging es insbesondere um den Erhalt eines sozialen Treffpunkts für ältere Menschen.

In einem Antrag der CDU-Ratsfraktion heißt es: „Ein offenes Begegnungsangebot gegen Einsamkeit darf jedoch nicht allein unter dem Gesichtspunkt der Kostendeckung bewertet werden.“ Die Verwaltung kommt dennoch zu einem anderen Ergebnis: „Die Schaffung einer Alternative zum bisherigen Essensangebot im ‚Wuddi‘ wird daher nicht weiterverfolgt.“

Nach der Beratung in der Bezirksvertretung Münster-Nord am 10. November wird der Bericht am 18. November im Sozialausschuss und am 14. Dezember in der Kommunalen Seniorenvertretung behandelt. Ein neuer politischer Beschluss über eine Ersatzlösung liegt damit noch nicht vor.

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