
Münster. In Münster soll im Stadtteil Roxel eine provisorische Rettungswache eingerichtet werden. Dafür will die Stadt das ehemalige Feuerwehrhaus an der Havixbecker Straße 20 umbauen. Ziel ist es, die rettungsdienstliche Versorgung in Roxel und Gievenbeck zu verbessern, bis ein dauerhafter Neubau realisiert ist.
Über den Baubeschluss entscheidet die Bezirksvertretung Münster-West am 26. Februar. Nach Angaben der Stadt sind für den Umbau 473.000 Euro vorgesehen. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt, dass der Rat die entsprechenden Haushaltsmittel im Rahmen der Haushaltssatzung 2026/2027 endgültig freigibt.
Hintergrund der Maßnahme ist der Rettungsdienstbedarfsplan der Stadt aus dem Jahr 2022. Darin ist für die Stadtteile Roxel und Gievenbeck eine zusätzliche Rettungswache als prioritäres Projekt festgeschrieben. Laut Feuerwehr bestehen in diesem Bereich Defizite bei den Erreichungsgraden, also bei der Frage, wie schnell ein Rettungswagen im Einsatzfall am Einsatzort eintrifft.
Bis eine reguläre Rettungswache gebaut wird, soll das ehemalige Feuerwehrhaus als Übergangslösung dienen. Die Freiwillige Feuerwehr war bereits Ende 2021 in einen Neubau an der Tilbecker Straße umgezogen. Das alte Gebäude stand zuletzt leer. Zwischenzeitlich waren dort Fahrzeuge und Geräte eines anderen Amtes untergebracht, diese Nutzung ist inzwischen beendet.
Nach Einschätzung des Amts für Immobilienmanagement und der Feuerwehr ist die Bausubstanz geeignet, um dort vorübergehend einen Rettungswagen im 24-Stunden-Betrieb zu stationieren. Geplant ist eine Interimsnutzung von rund sieben Jahren. Damit reagiert die Stadt auf die im Bedarfsplan festgestellten Lücken und will die gesetzlichen Schutzziele im Rettungsdienst absichern.
Für den Umbau kalkuliert die Stadt mit Gesamtkosten von 473.000 Euro. Den größten Anteil machen Baukonstruktionen und technische Anlagen aus, hinzu kommen Mittel für Außenanlagen, Beschaffungen und Baunebenkosten. Finanziert wird das Projekt vollständig aus dem städtischen Haushalt.
Neben den einmaligen Investitionskosten fallen jährliche Folgekosten in Höhe von rund 72.000 Euro an. Darin enthalten sind insbesondere Abschreibungen, Instandhaltungskosten sowie Zinsaufwendungen. Die geplante Nutzungsdauer des Umbaus wird mit acht Jahren angesetzt.
Im Bereich Nachhaltigkeit ist unter anderem der Austausch von Fenstern vorgesehen, um Energie einzusparen und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Eine umfassende barrierefreie Erschließung ist nicht geplant, da es sich um eine Interimsnutzung handelt und das Gebäude nicht für regulären Publikumsverkehr vorgesehen ist.
Mit der provisorischen Rettungswache in Roxel setzt Münster einen weiteren Baustein des Rettungsdienstbedarfsplans um. Für die Anwohner in Roxel und Gievenbeck bedeutet das perspektivisch kürzere Anfahrtszeiten im Notfall und eine stabilere Versorgung, bis eine dauerhafte Rettungswache errichtet wird.
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