
An der Windthorststraße in Münster soll sich ab Mai 2026 sichtbar etwas verändern. Die Stadt will den stark frequentierten Bereich zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt neu ordnen und damit sowohl die Aufenthaltsqualität als auch das Sicherheitsempfinden verbessern.
Wie aus einer öffentlichen Berichtsvorlage hervorgeht, reagieren Verwaltung und Politik damit auf die angespannte Situation im Bahnhofsviertel Münster. Tausende Menschen passieren die Straße täglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Zugleich war das Umfeld des Hauptbahnhofs in den vergangenen Jahren immer wieder Thema in der öffentlichen Debatte.
Die Windthorststraße gilt als zentrales Eingangstor zur Innenstadt. Sie verbindet den Hauptbahnhof direkt mit dem innerstädtischen Bereich und ist entsprechend stark genutzt. Neben intensiver Fahrradnutzung prägen zahlreiche Abstellanlagen, Geschäfte und Gastronomie das Straßenbild. Die hohe Bewegungsdichte führt jedoch immer wieder zu Konflikten zwischen Fußgängern, Radfahrern und abgestellten Rädern.
Wie die Stadt Münster mitteilt, hatte der Rat bereits 2024 Leitlinien zur Verbesserung der Situation rund um den Hauptbahnhof beschlossen. Diese strategischen Vorgaben beziehen ausdrücklich auch die Westseite des Bahnhofs mit ein. Ziel ist es, durch gestalterische und organisatorische Maßnahmen die Attraktivität des Umfelds zu erhöhen.
Gleichzeitig gab es in der Vergangenheit eine kritische mediale Berichterstattung über das Bahnhofsviertel Münster, unter anderem im Zusammenhang mit Drogenhandel und Gewaltdelikten. Behörden reagieren darauf seit Jahren mit verstärkter Präsenz. Parallel engagiert sich die Interessengemeinschaft Bahnhofsviertel Münster e. V. für eine städtebauliche Aufwertung des Quartiers. Im sogenannten Runden Tisch Westseite kommen Stadt, Polizei und Akteure aus dem Viertel regelmäßig zusammen, um konkrete Schritte abzustimmen. Laut Vorlage habe sich dieser Austausch bewährt und zu mehr Transparenz gegenüber den Anliegern geführt .
Nach interner Prüfung der eingebrachten Vorschläge sollen nun mehrere Maßnahmen umgesetzt werden. Sie betreffen vor allem die Windthorststraße selbst sowie Teile der Achtermannstraße. Ziel ist eine klarere Struktur des Straßenraums, eine bessere Orientierung sowie eine spürbare Aufwertung für Handel und Gastronomie.
Geplant sind unter anderem zusätzliche Markierungen und definierte Abstellflächen, um das bislang teilweise ungeordnete Abstellen von Fahrrädern zu reduzieren. In der Achtermannstraße sollen einzelne Pkw-Stellplätze in Fahrradabstellflächen umgewandelt werden. Dadurch will die Stadt das Mobilitätsverhalten vor Ort berücksichtigen und zugleich mehr Ordnung schaffen. Zudem sollen Möblierung und Sondernutzungsflächen in Abstimmung mit Gewerbetreibenden angepasst werden, um Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Erdgeschossnutzungen zu verbessern.
Ein zentrales Element sind zwei temporäre Sitz- und Grüninseln, die für drei Monate testweise im Straßenraum aufgestellt werden. Diese sogenannten Stadtmöbel werden laut Vorlage vom Zukunftsnetz Mobilität NRW kostenfrei bereitgestellt. Die Bepflanzung und Pflege übernimmt die ISG Bahnhofsviertel. Während des Testzeitraums will die Stadt beobachten, wie sich Nutzung, Verkehrsfluss und Aufenthaltsqualität entwickeln. Anschließend soll über eine dauerhafte Fortführung entschieden werden.
Mit dem Maßnahmenpaket reagiert Münster auf die besonderen Herausforderungen im Bahnhofsviertel. Die Kombination aus ordnenden Eingriffen und temporären Experimenten soll zeigen, ob sich das subjektive Sicherheitsempfinden und die Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessern lassen. Die Beratungen in den zuständigen Ausschüssen beginnen im Februar und März 2026.
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