
Münster. Die aus Münster stammende Synthpop-Band Alphaville geht juristisch gegen ein rechtes Webradio aus Österreich vor. Der Sender Austria First, der dem Umfeld der FPÖ zugerechnet wird, hatte unter anderem den Alphaville-Hit „Big in Japan“ ausgestrahlt.
Nach Angaben aus dem Management der Band ist diese Nutzung ausdrücklich nicht gewollt. Alphaville lehnen es ab, in einen politischen Zusammenhang gestellt zu werden, den sie inhaltlich nicht unterstützen. Rechtliche Schritte werden derzeit geprüft.
Alphaville wurden Anfang der 1980er-Jahre in Münster gegründet. Von hier aus startete die Karriere der Band, die mit Songs wie „Big in Japan“ und „Forever Young“ weltweite Erfolge feierte. Bis heute wird Alphaville immer wieder mit Münster als Herkunftsort verbunden.
Entsprechend sensibel reagiert die Band, wenn ihre Musik in politischen Kontexten verwendet wird, die ihrem Selbstverständnis widersprechen. Das Management machte deutlich, dass man eine Nutzung durch ein politisch klar positioniertes Webradio ablehnt.
Alphaville ist nicht die einzige Band, die sich gegen „Austria First“ stellt. Auch das Management der österreichischen Sängerin Christina Stürmer bestätigte, den Sender zur Unterlassung aufgefordert zu haben. Mehrere Künstler wollen nicht mit dem Projekt in Verbindung gebracht werden.
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Zusätzlich ist unklar, ob das Webradio über die erforderlichen Musiklizenzen verfügt. Medienberichten zufolge war der Sender zunächst ohne entsprechende Vereinbarungen mit den zuständigen Verwertungsgesellschaften gestartet. In Österreich sind dafür unter anderem die AKM und die LSG zuständig. Der Betreiber erklärte, man befinde sich hierzu in Gesprächen.
Bereits in der Vergangenheit hatte sich Alphaville öffentlich dagegen ausgesprochen, dass ihre Musik im rechten politischen Spektrum verwendet wird. Besonders der Song „Forever Young“ war wiederholt in diesem Zusammenhang aufgetaucht, was die Band klar zurückwies.
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