Nach der Niederlage in Dresden steht der USC Münster schon unter Druck

USC Münster beim Volleyball
Foto: Caroline Muffert

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Dresden. Der USC Münster ist mit einer Niederlage beim Dresdner SC in das Playoff-Viertelfinale gestartet. Beim 0:3 in Dresden zeigte das Team aus Münster phasenweise, dass in dieser Serie etwas möglich ist, brachte sich in den entscheidenden Momenten aber nicht in die bessere Position. Damit steht der USC Münster in den Playoffs schon vor dem Heimspiel am Mittwoch unter Zugzwang. Im Volleyball-Viertelfinale gegen Dresden geht es nun darum, die Serie vor eigenem Publikum noch einmal zu drehen.

Das Ergebnis ist klar, die Unterschiede im Spiel waren lange kleiner

Auf den ersten Blick liest sich das Resultat eindeutig. Drei Sätze für den Dresdner SC, kein Satzgewinn für den USC, dazu der erste Rückstand in der Serie. Wer nur auf das Endergebnis schaut, übersieht jedoch, dass Münster die Partie über längere Phasen offen gestalten konnte. Gerade zu Beginn trat der USC stabil auf, hielt das Geschehen über weite Strecken ausgeglichen und ließ sich vom Favoriten zunächst nicht früh abschütteln.

Entscheidend war deshalb weniger ein grundsätzlicher Klassenunterschied als vielmehr die Frage, welches Team in den Schlüsselmomenten sauberer blieb. Genau dort verschob sich das Spiel zugunsten der Gastgeberinnen. Dresden nutzte seine Chancen in den engen Satzphasen konsequenter, während Münster aus guten Zwischenständen zu wenig machte. Das galt besonders für den ersten Durchgang, in dem der USC sich eine aussichtsreiche Lage erarbeitet hatte. Statt mit einer Führung aus diesem Satz zu gehen, musste das Team den Rückschlag hinnehmen und lief anschließend dem Spiel hinterher.

Auch im zweiten Abschnitt blieb Münster zunächst in Reichweite. Wieder war es kein Spiel, in dem Dresden den Gegner komplett dominierte. Wieder blieb aber der Eindruck, dass der USC in den letzten, entscheidenden Ballwechseln nicht kalt genug blieb. Damit verlor Münster nicht nur den zweiten Satz, sondern auch die Chance, die Partie in eine andere Richtung zu lenken. Für die Bewertung des Auftritts heißt das: Die Niederlage fiel deutlich aus, doch die Abstände auf dem Feld waren zunächst kleiner, als das 0:3 vermuten lässt.

Der Ausfall von Ford wiegt schwer, vor dem Rückspiel bleibt trotzdem Hoffnung

Hinzu kam, dass Münster personell nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Diagonalangreiferin Brianna Ford fehlte aus persönlichen Gründen, nachdem es in ihrer Familie einen Trauerfall gegeben hatte. Ob sie im zweiten Viertelfinalspiel wieder einsatzfähig ist, blieb zunächst offen. Gerade in so einer Partie macht ein Ausfall auf dieser Position einen Unterschied, weil er die Optionen im Angriff einschränkt und die Last auf mehrere Schultern anders verteilt.

Diese zusätzliche Belastung war im weiteren Verlauf spürbar. Lena Schultze übernahm viel Verantwortung und kam auf 16 Punkte. Auch Elena Kömmling und Diane Seybering setzten Akzente. Dennoch fehlte dem USC in Teilen des Spiels die offensive Breite, um den Druck auf Dresden dauerhaft hochzuhalten. Besonders auffällig war das, als der dritte Satz zunächst klar in Richtung der Gastgeberinnen lief. Dresden erspielte sich einen größeren Vorsprung, während Münster Mühe hatte, die Angriffe des Gegners früh genug zu entschärfen.

Ganz ohne Widerstand gab sich der USC aber nicht geschlagen. Nach einem deutlichen Rückstand kämpfte sich das Team noch einmal heran und brachte Dresden kurzzeitig wieder unter Druck. Diese Phase zeigte, dass die Mannschaft intakt ist und trotz der Niederlage Argumente für das Rückspiel mitnimmt. Die Ausgangslage ist nun klar: Münster braucht im Heimspiel eine deutlich effektivere Leistung in den engen Ballwechseln. Gelingt das, ist die Serie noch nicht entschieden. Bleiben dieselben Probleme bestehen, dürfte der Weg ins Halbfinale sehr schwer werden.

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