
Münster. In Münster-Albachten gibt es wieder frisches Brot an vertrauter Adresse. An der Dülmener Straße 18 hat am heutigen Dienstag eine neue Filiale der Bäckerei Krimphove eröffnet. Der Standort war über Jahrzehnte mit einem anderen Namen verbunden und markiert nun einen sichtbaren Wandel im lokalen Bäckerhandwerk.
Dem Neustart ging eine rund sechswöchige Umbauphase voraus. Die Immobilie an der Dülmener Straße wurde nach dem Jahreswechsel übernommen und baulich an das Krimphove-Konzept angepasst. Während der Arbeiten lief der Verkauf zeitweise über einen Verkaufswagen vor Ort weiter, um die Versorgung im Stadtteil aufrechtzuerhalten.
Mit der Eröffnung in Albachten wächst Krimphove auf insgesamt 22 Filialen im Münsterland.
Zuvor war an gleicher Stelle über viele Jahre die Bäckerei Kisfeld ansässig. Zum 31. Dezember wurde der Betrieb geschlossen. Inhaber Gerd Kisfeld verabschiedete sich zum Jahreswechsel in den Ruhestand, eine Nachfolge konnte nicht gefunden werden.
Die Geschichte der Bäckerei reichte bis ins Jahr 1964 zurück, als Hubert Kisfeld den Betrieb gemeinsam mit einem kleinen Lebensmittelladen gründete. Für Albachten bedeutete die Schließung das Ende eines über 60 Jahre prägenden Handwerksbetriebs.
Krimphove kündigt den Standort Albachten nicht nur als klassische Verkaufsstelle an. Ergänzend ist ein Tagungs- und Veranstaltungsraum vorgesehen, der auch für Meetings genutzt werden kann. Damit erweitert der Betrieb das Angebot über das reine Bäckereigeschäft hinaus.
Die Öffnungszeiten der neuen Filiale orientieren sich am bisherigen Rhythmus des Standorts:
Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr
Samstag von 6.30 bis 13 Uhr
Sonntag von 7 bis 16.30 Uhr
Krimphove selbst blickt auf eine deutlich längere Historie zurück. Nach eigener Darstellung wurde das Unternehmen bereits 1860 gegründet und wird heute von Georg und Christopher Krimphove in fünfter beziehungsweise sechster Generation geführt. Der Betrieb zählt zu den großen handwerklich geprägten Bäckereien der Region.
Im Zuge der Übernahme wurden den früheren Kisfeld-Mitarbeitenden nach Branchenangaben Weiterbeschäftigungen angeboten.
Der Wechsel in Albachten ist kein Einzelfall. Bundesweit nimmt die Zahl eigenständiger Bäckereibetriebe seit Jahren ab. Gleichzeitig wächst die Zahl der Filialen größerer Unternehmen. Fachverbände sprechen von einer zunehmenden Konzentration im Handwerk, ausgelöst durch steigende Kosten, Fachkräftemangel und ungelöste Nachfolgefragen.
Der neue Krimphove-Standort an der Dülmener Straße steht damit exemplarisch für diesen Wandel – zwischen dem Ende lokaler Familienbetriebe und der Expansion regionaler Traditionsunternehmen.
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