
Münster. Das Stadtmuseum Münster setzt Ende März mit einer neuen Ausstellung und mehreren Führungen einen Schwerpunkt auf Kunst und Stadtgeschichte. Dabei verbindet das Programm aktuelle künstlerische Positionen mit historischen Einblicken in die Entwicklung der Stadt Münster.
Besucherinnen und Besucher können sowohl eine Führung durch die neue Grafik-Ausstellung erleben als auch an einem Stadtrundgang zu adeligen Stadthöfen teilnehmen. Zusätzlich zeigt das Museum ein historisches Foto zum Bau einer wichtigen Kanalbrücke, während zu den Osterfeiertagen erweiterte Öffnungszeiten gelten.
Eine neue Ausstellung im Stadtmuseum Münster widmet sich der Grafikszene, die sich seit den 1970er Jahren rund um die Fachhochschule Münster entwickelt hat. Bei einer öffentlichen Führung am Samstag, 28. März, erhalten Interessierte einen vertieften Einblick in diese künstlerische Entwicklung, die bis heute nachwirkt.
Gezeigt werden Druckgrafiken, Zeichnungen und konzeptionelle Serien von elf Künstlerinnen und Künstlern, die in Münster studiert haben und heute freischaffend arbeiten oder selbst lehren. Dabei wird deutlich, wie sich Einflüsse aus der Ausbildung über Generationen hinweg fortsetzen und zugleich individuelle künstlerische Positionen entstehen. Besonders prägend sind dabei die Arbeiten und Impulse der Professoren Rolf Escher und Wolfgang Troschke, die die Entwicklung der Grafik in Münster wesentlich mitgestaltet haben.
Gleichzeitig steht die Ausstellung im Zusammenhang mit einem Jubiläum, da die Aldegrever-Gesellschaft ihr langjähriges Bestehen feiert. Das Stadtmuseum Münster verbindet damit aktuelle Kunst mit institutioneller Geschichte und schafft einen Rahmen für unterschiedliche Perspektiven. Die Führung beginnt um 16 Uhr, dauert etwa eine Stunde und ist kostenpflichtig, wobei die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Neben der Ausstellung rückt ein Stadtrundgang die historische Entwicklung Münsters in den Fokus. Am Sonntag, 29. März, führt die Tour durch die Innenstadt und beschäftigt sich mit den sogenannten adeligen Stadthöfen, die das Stadtbild über Jahrhunderte geprägt haben.
Im 18. Jahrhundert war Münster eine bedeutende Residenzstadt, weshalb zahlreiche Adelshöfe entstanden. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es rund 35 dieser Anlagen, von denen heute nur noch wenige erhalten sind. Dennoch spielen viele dieser Orte weiterhin eine Rolle im öffentlichen Leben, auch wenn sich ihre Nutzung und ihr Erscheinungsbild verändert haben. Der Rundgang greift diese Veränderungen auf und zeigt, welche Spuren bis heute sichtbar geblieben sind.
Die Tour beginnt im Stadtmuseum Münster und führt unter anderem über den Erbdrostenhof bis zur Neubrückenstraße. Begleitet wird der Rundgang von einem Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, der die historischen Zusammenhänge erläutert. Damit entsteht ein umfassender Einblick in die Stadtgeschichte, der über reine Fakten hinausgeht. Die Teilnahme ist kostenpflichtig und die Plätze sind begrenzt.
Ergänzend zu den Führungen zeigt das Stadtmuseum Münster im Schaufenster Stadtgeschichte eine historische Fotografie, die den Bau einer Kanalbrücke aus dem Jahr 1960 dokumentiert. Damit wird ein prägender Moment der Infrastrukturentwicklung sichtbar gemacht, der bis heute Auswirkungen auf den Verkehr hat.
Die Aufnahme zeigt die Bauarbeiten an der Warendorfer Straße, wo sowohl eine Straßenbrücke als auch eine Eisenbahnbrücke über den Dortmund Ems Kanal erneuert wurden. Besonders auffällig ist die parallele Darstellung verschiedener Bauphasen, wodurch der logistische Aufwand deutlich wird. Innerhalb eines Jahres wurde das Bauwerk vollständig erneuert, was als außergewöhnliche Leistung gilt.
Bis heute zählt die Warendorfer Straße zu den wichtigsten Verkehrsachsen in Richtung Osten, weshalb die damaligen Arbeiten langfristige Bedeutung haben. Die Fotografie ist ab Freitag, 27. März, im Stadtmuseum Münster im Großformat zu sehen und frei zugänglich. Damit ergänzt das Museum sein Programm um einen niedrigschwelligen Zugang zur Stadtgeschichte.
Auch während der Osterfeiertage bleibt das Stadtmuseum Münster geöffnet und ermöglicht damit zusätzliche Besuchsmöglichkeiten. Gerade in Verbindung mit der aktuellen Ausstellung und den Veranstaltungen ergibt sich so ein erweitertes Angebot für unterschiedliche Zielgruppen.
Das Museum öffnet von Karfreitag, 3. April, bis einschließlich Ostermontag, 6. April, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Lediglich am darauffolgenden Dienstag bleibt das Haus geschlossen. Diese Regelung schafft Planungssicherheit für Besucherinnen und Besucher, die die Feiertage für kulturelle Aktivitäten nutzen möchten.
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