
Münster. Die Bezirksvertretung Südost hat am Dienstagabend die Umbenennung des Lüderitzwegs und des Woermannwegs in Münster-Gremmendorf beschlossen. Der Beschluss fiel mehrheitlich aus, lediglich vier Mitglieder stimmten dagegen. Damit steht fest, dass beide Straßennamen künftig ersetzt werden. Die Entscheidung ist Teil der seit längerem geführten Diskussion über den Umgang mit Bezügen zur Kolonialgeschichte im öffentlichen Raum. Nach Medienberichten hatte die CDU Gremmendorf noch am Nachmittag erklärt, eine Umbenennung nicht zu unterstützen. In der Sitzung konnte sich diese Position jedoch nicht durchsetzen. Vertreter der Partei sprachen von einer persönlichen Gewissensentscheidung, da die Verwaltungsvorlage eine klare Einschätzung geliefert habe. Mit dem Votum ist der Weg für das weitere Verfahren frei, während die bisherigen Namen vorerst bestehen bleiben, bis neue Bezeichnungen feststehen.
Offen ist derzeit, wie die neuen Namen lauten sollen. Fest steht jedoch, dass die Bevölkerung in den Prozess einbezogen werden soll. Bezirksbürgermeister Peter Bensmann kündigte an, dass Bürgerinnen und Bürger Vorschläge einreichen können. Erst danach befasst sich die Politik erneut mit dem Thema und entscheidet über die endgültigen Bezeichnungen. Ein Zeitplan liegt noch nicht vor. Klar ist lediglich, dass die Umbenennung erst mit dem formalen Beschluss der neuen Namen wirksam wird und die bisherige Benennung bis dahin gültig bleibt. Das nun eingeleitete Verfahren bildet die Grundlage für den weiteren Austausch im Stadtteil und für die Suche nach passenden neuen Namen.
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