
Münster. Elektroautofahrer haben in Münster eine neue Möglichkeit zum schnellen Laden. EnBW hat an der Geringhoffstraße 44 in Münster eine neue Schnellladestation mit sechs öffentlichen Ladepunkten in Betrieb genommen. Dort können geeignete Fahrzeuge mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt geladen werden. Die Anlage ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zugänglich und soll nach Angaben des Unternehmens vor allem das Laden während Einkäufen und anderer Erledigungen erleichtern.
Der neue Standort liegt im Südwesten von Münster. In direkter Umgebung befinden sich nach Angaben von EnBW mehrere Einkaufsmöglichkeiten. Damit setzt das Unternehmen auf ein Konzept, bei dem der Ladevorgang möglichst mit ohnehin geplanten Aufenthalten verbunden werden kann.
Die sechs Ladepunkte erreichen eine maximale Leistung von bis zu 400 Kilowatt. Wie schnell ein Fahrzeug tatsächlich lädt, hängt allerdings unter anderem vom jeweiligen Modell, dem Ladezustand der Batterie und deren Temperatur ab. Nicht jedes Elektroauto kann die maximale Leistung der Anlage ausschöpfen.
EnBW zufolge können entsprechend leistungsfähige Elektroautos innerhalb von rund 15 Minuten Energie für bis zu 400 Kilometer zusätzliche Reichweite aufnehmen. Der Wert ist allerdings abhängig vom Fahrzeug und den jeweiligen Ladebedingungen.
Für den Energiekonzern spielt vor allem die Integration des Ladens in den Alltag eine wichtige Rolle. Martin Römheld, verantwortlich für die Elektromobilitätssparte bei EnBW, erklärt: „Unser engmaschiges und komfortables Schnellladenetz ermöglicht E-Mobilist*innen die nahtlose Integration der Ladevorgänge in ihren Alltag.“
Der neue Standort richtet sich auch an Menschen, die zu Hause oder am Arbeitsplatz keine eigene Wallbox nutzen können. EnBW baut deshalb nach eigenen Angaben gezielt Ladeangebote an Orten aus, an denen Fahrzeuge während Einkäufen, Erledigungen oder Pausen ohnehin eine gewisse Zeit stehen.
Römheld beschreibt die Strategie so: „Wir bieten komfortables, zuverlässiges und schnelles Aufladen dort, wo das Fahrzeug ohnehin kurz steht.“ Dazu zählen für EnBW insbesondere Standorte im Einzelhandel, im städtischen Raum und entlang wichtiger Fernverkehrsverbindungen.
Der Energiekonzern erweitert sein bundesweites Schnellladenetz nach eigenen Angaben kontinuierlich. Mittlerweile betreibt EnBW mehr als 9.000 Schnellladepunkte in Deutschland und bezeichnet sich selbst als Betreiber des größten Schnellladenetzes des Landes.
Beim Ausbau arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Standortpartnern aus dem Einzelhandel zusammen. Ziel ist es, zusätzliche Lademöglichkeiten sowohl in Städten als auch entlang stark genutzter Verkehrsachsen zu schaffen.
Nach Angaben von EnBW werden die sechs neuen Ladepunkte an der Geringhoffstraße vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Das gilt laut Unternehmen auch für die übrigen öffentlichen Ladepunkte im eigenen Netz.
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