Nikutta prägt WIB Jubiläum mit klaren Worten zu Macht und Demokratie: Bürgermeister würdigt starke Frauen

Sigrid Evelyn Nikutta spricht beim Women in Business Dinner im Rathaus Münster
Fotos: schindlerfotografen-johanna Schindler / Bürgermeister Klaus Rosenau mit (v.l.) stellvertretende FuU-Vorstandsvorsitzende Daniela Isfort, FuU-Vorsitzende Margret Homann, Festrednerin Dr. Sigrid Nikutta und Vorstandsmitglieder Raphaela Niewerth und Michaela Wernsmann.

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Münster. Der Festsaal im Historisches Rathaus Münster ist bis auf den letzten Platz besetzt, als rund 200 Unternehmerinnen, Managerinnen und Führungskräfte zum 20. Women in Business Dinner zusammenkommen. Im Mittelpunkt des Jubiläumsabends steht die Rede von Sigrid Evelyn Nikutta, die offen über Macht, Führung und Demokratie spricht. Gastgeberin ist Frauen u(U)nternehmen e. V., dessen Vorsitzende Margret Homann das WIB Dinner seit Jahren als Plattform für Austausch, Haltung und Sichtbarkeit von Frauen in der Wirtschaft prägt.

Auch Münsters Bürgermeister Klaus Rosenau nimmt am Jubiläumsabend teil. Im Friedenssaal des Rathauses würdigt er die Festrednerin und schlägt für Nikutta das Goldene Buch der Stadt auf. Homann macht zugleich deutlich, dass es beim WIB Jubiläum nicht allein um Rückschau geht, sondern um Verantwortung und den Mut, wirtschaftliche und gesellschaftliche Debatten aktiv mitzugestalten.

Jubiläumsabend als Ort für Austausch, Haltung und Verantwortung

Nach Angaben des Vereins kamen Unternehmerinnen, Geschäftsführerinnen, leitende Angestellte und Selbstständige aus regionalen sowie europaweit tätigen Unternehmen zusammen. Das Women in Business Dinner gilt als zentrales Veranstaltungsformat von Frauen u(U)nternehmen und wird bewusst als Ort des Austauschs verstanden, an dem wirtschaftliche Fragen ebenso verhandelt werden wie gesellschaftliche Verantwortung. Gerade weibliche Netzwerke spielten dabei eine wichtige Rolle, um Erfahrungen zu teilen und gegenseitige Unterstützung zu ermöglichen.

Das 20. Jubiläum unterstreicht die Entwicklung des Formats. Ursprünglich als weibliches Pendant zu lange männerdominierten Wirtschaftsveranstaltungen gedacht, hat sich das WIB Dinner in Münster fest etabliert. Dass heute mehrere Generationen von Frauen aus unterschiedlichen Branchen zusammenkommen, werten die Organisatorinnen als Zeichen eines gewachsenen Selbstverständnisses, auch wenn strukturelle Ungleichheiten weiterhin bestehen.

Sigrid Evelyn Nikutta spricht über Macht, Führung und den Umgang mit Rückschlägen

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgen die Gäste die Rede von Sigrid Evelyn Nikutta, die bis vor Kurzem Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG war. In ihrer Ansprache macht sie deutlich, dass Management- und Unternehmerinnenrollen stärker als attraktive Berufsziele wahrgenommen werden müssten. Macht versteht sie dabei als Instrument, um etwas zu bewegen und Verantwortung zu übernehmen.

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Nikutta verweist zugleich auf aktuelle Entwicklungen in der deutschen Wirtschaft. Der Frauenanteil in den Vorständen großer Unternehmen stagniere, während der Führungskräfteindex zuletzt sogar einen leichten Rückgang verzeichne. Diese Zahlen ordnet sie als ernüchternd ein, weil sie zeigten, dass Gleichstellung kein Selbstläufer ist.

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Aus ihrer eigenen Laufbahn schildert sie Stationen, die von Begeisterung, aber auch von Widerständen geprägt waren. Erfahrungen aus Führungspositionen hätten gezeigt, dass Frauen in der Öffentlichkeit nicht selten anders bewertet würden als Männer. Rückschläge gehörten dennoch zum Unternehmertum, ebenso wie die Fähigkeit, daraus Kraft zu ziehen und weiterzugehen.

Bürgermeister unterstreicht Bedeutung des Abends im historischen Kontext

Mit der Teilnahme von Bürgermeister Klaus Rosenau erhält der Jubiläumsabend eine politische und symbolische Ebene. Der Friedenssaal des Rathauses stehe, so Rosenau, für Verständigung und gemeinsame Verantwortung. Dass sich hier starke Frauen aus Wirtschaft und Gesellschaft begegnen, sei ein wichtiges Signal für die Stadt Münster.

Seine Würdigung der Festrednerin und der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt machen deutlich, welchen Stellenwert das WIB Dinner inzwischen erreicht hat. Aus Sicht der Veranstalter wird damit auch die Verbindung zwischen Wirtschaft, Stadtgesellschaft und demokratischen Werten sichtbar.

Frauen u(U)nternehmen und der Vorstand hinter dem WIB Dinner

Frauen u(U)nternehmen e. V. ist ein Netzwerk für Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte in Münster und Umgebung. Gegründet wurde der Verein 1999 von fünf Unternehmerinnen in Zusammenarbeit mit der IHK Nord Westfalen. Heute zählt das Netzwerk nach eigenen Angaben mehr als 220 Mitglieder. Ziel ist es, Frauen in der regionalen Wirtschaft sichtbar zu machen und Austausch, Vernetzung sowie Kooperationen zu fördern. Dazu gehören auch Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung sowie das Anliegen, Chancengleichheit für Frauen in der Wirtschaft voranzubringen und Frauenthemen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Getragen wird das Women in Business Dinner vom Vorstand des Vereins. Die Vorsitzende Margret Homann verantwortet gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Daniela Isfort die inhaltliche Ausrichtung des Netzwerks. Zum Vorstand gehören außerdem Michaela Wernsmann und Raphaela Niewerth, die Organisation und Weiterentwicklung des Clubs mitverantworten. Gemeinsam prägt das Team das WIB Dinner als festen Bestandteil des Wirtschaftslebens in Münster.

Internationale Perspektiven und klares Bekenntnis zur Demokratie

Neben dem nationalen Austausch spielt auch die internationale Perspektive eine Rolle. Eine Delegation aus Bulgarien berichtet von anderen Rahmenbedingungen für Frauen in Führungspositionen und bringt zusätzliche Sichtweisen in die Gespräche ein. Der Austausch wird von den Veranstalterinnen als Bereicherung verstanden.

Zugleich setzt Frauen u(U)nternehmen ein klares inhaltliches Signal. In Statements wird die Bedeutung demokratischer Werte betont, insbesondere mit Blick auf Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft. Damit reagiert der Verein auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und verbindet wirtschaftliches Engagement mit Haltung.

Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn. Unter dem Motto „Wirtschaft. Weiblich. Weiterdenken.“ will Frauen u(U)nternehmen im kommenden Jahr an die Impulse des Jubiläums anknüpfen. Das 20. Women in Business Dinner wird damit als Standortbestimmung verstanden, die persönliche Erfahrungen, wirtschaftliche Fragen und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. 

 

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