Polizei Münster bei dringenden Einsätzen in gut vier Minuten vor Ort

Polizei Münster bei dringenden Einsätzen in gut vier Minuten vor Ort
Foto: Valentin Lacoste / unsplash

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Münster. Wenn bei einem Polizeieinsatz davon ausgegangen wird, dass sich Tatverdächtige noch am Einsatzort befinden, treffen die ersten Einsatzkräfte in Münster im Durchschnitt nach vier Minuten und 16 Sekunden ein. Das zeigen neue Zahlen des nordrhein-westfälischen Innenministeriums, die am Donnerstag, 8. Oktober 2026, im Innenausschuss des Landtags behandelt wurden. Damit erreicht die Polizei Münster ihren niedrigsten Wert seit Beginn der vorliegenden Auswertung im Jahr 2022. Auch bei der durchschnittlichen Reaktionszeit über alle erfassten Einsätze hinweg zeigt sich eine Verbesserung.

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Polizei Münster verbessert Reaktionszeit erneut

Die neuen Zahlen umfassen die Jahre 2022 bis 2026, wobei für das laufende Jahr ausschließlich die Monate Januar bis August berücksichtigt wurden. Besonders relevant ist die Entwicklung bei Einsätzen, bei denen Täterinnen oder Täter noch vor Ort vermutet werden. Hier sank die durchschnittliche Reaktionszeit in Münster von vier Minuten und 32 Sekunden im Jahr 2024 auf vier Minuten und 18 Sekunden im Jahr 2025. Im bisherigen Jahr 2026 liegt sie bei vier Minuten und 16 Sekunden.

Damit gehört Münster bei dieser Einsatzkategorie zu den schnelleren der insgesamt 47 Kreispolizeibehörden in Nordrhein-Westfalen. Allerdings gibt es auch Polizeibehörden mit kürzeren Reaktionszeiten. In Dortmund beträgt der aktuelle Durchschnitt beispielsweise vier Minuten und sieben Sekunden, in Essen vier Minuten und neun Sekunden. Die Polizei im Kreis Olpe erreicht drei Minuten und 13 Sekunden.

Auch bei anderen Einsätzen kommt die Polizei schneller

Bei allen von außen veranlassten Einsätzen, die in die Statistik einfließen, benötigt die Polizei Münster derzeit durchschnittlich 15 Minuten und 31 Sekunden. Im Jahr 2025 lag dieser Wert noch bei 16 Minuten und 28 Sekunden. Die Verbesserung beträgt damit 57 Sekunden beziehungsweise rund sechs Prozent. Die Statistik unterscheidet zwischen der Gesamtheit der erfassten Einsätze und solchen Situationen, in denen Tatverdächtige noch am Ort vermutet werden. Die angegebenen Zeiten beginnen nicht mit dem Eingang eines Notrufs, sondern erst mit der Anlage des Einsatzes im polizeilichen Einsatzleitsystem. Sie enden mit dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte. Die tatsächliche Wartezeit ab Beginn eines Notrufs kann deshalb länger ausfallen.

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Das Innenministerium weist außerdem darauf hin, dass sich die Werte nicht ohne Weiteres zwischen verschiedenen Regionen vergleichen lassen. Verkehrsverhältnisse, Entfernungen, Wetter und die Anzahl gleichzeitig laufender Einsätze können die Reaktionszeiten beeinflussen. Die Zahlen bilden zudem Durchschnittswerte ab und lassen keine Rückschlüsse auf die Wartezeit bei einem einzelnen Einsatz zu.

Grünen-Abgeordnete Deppermann lobt Polizei Münster

Die Münsteraner Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Deppermann begrüßt die Entwicklung. Sie erklärt in einer Pressemitteilung: „Wenn Täter noch vor Ort sein könnten, zählt jede Minute. Dass die Polizei in Münster hier so schnell ist wie noch nie in den letzten vier Jahren ist, ist eine sehr gute Nachricht für die Menschen in unserer Stadt.“ Deppermann hebt außerdem die Arbeit der Einsatzkräfte hervor: „Wer den Notruf wählt, kann sich darauf verlassen, dass schnell Hilfe kommt. Das ist der Verdienst der Kolleginnen und Kollegen im Streifendienst und in der Leitstelle. Dafür danke ich ihnen ausdrücklich.“

Welche konkreten Maßnahmen für die kürzeren Einsatzreaktionszeiten in Münster verantwortlich sind, geht aus dem Bericht des Innenministeriums nicht hervor. Auch dazu, wie häufig dringende Einsätze wegen fehlender verfügbarer Streifenwagen nicht sofort zugewiesen werden konnten, liegen nach Angaben des Ministeriums keine belastbaren landesweiten Daten vor.

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