Preisanstieg in Münster: Tanken und ÖPNV zum Jahresstart teurer

Kraftstoffe und ÖPNV werden in NRW teurer. Auch in Münster steigen die Preise spürbar zum Jahresbeginn 2026.
Foto: Caroline Muffert

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Münster. In Münster und ganz Nordrhein-Westfalen sind die Preise für Kraftstoffe und den öffentlichen Nahverkehr zum Jahresbeginn 2026 gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen mitteilt, verteuerten sich Benzin, Diesel und Verbundtickets im Januar spürbar. Damit reagieren die Märkte unter anderem auf neue Rahmenbedingungen bei der CO2-Bepreisung sowie auf die Anhebung des Deutschlandtickets.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Münster bedeutet das höhere Kosten an der Zapfsäule und im Bus oder Zug. Die Entwicklung ist Teil einer landesweiten Preisbewegung, die sich aus mehreren Faktoren speist und nun auch im aktuellen Verbraucherpreisindex sichtbar wird.

Kraftstoffpreise NRW: CO2-Bepreisung treibt Kosten

Nach Angaben des Statistischen Landesamts stiegen die Preise für Kraftstoffe in Nordrhein-Westfalen zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 um 5,9 Prozent. Superbenzin verteuerte sich um 6,0 Prozent, Diesel um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Hintergrund ist unter anderem die zum 1. Januar 2026 veränderte CO2-Bepreisung nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz.

Während in den Vorjahren feste CO2-Preise galten, bewegt sich der Zertifikatspreis nun in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro je Tonne. Bereits Anfang 2025 war der Preis von 45 auf 55 Euro angehoben worden. Damals führte dies ebenfalls zu einem deutlichen Anstieg der Kraftstoffpreise über den Jahreswechsel hinweg.

Langfristig betrachtet haben sich die Spritpreise seit Einführung der CO2-Bepreisung im Januar 2021 deutlich erhöht. Seitdem ergibt sich ein Plus von rund 27,5 Prozent. Neben klimapolitischen Maßnahmen wirkten sich auch internationale Entwicklungen wie der Krieg in der Ukraine und schwankende Rohölpreise auf das Niveau aus. Im direkten Jahresvergleich zeigt sich allerdings eine leichte Entspannung: Zwischen Januar 2025 und Januar 2026 sanken die Kraftstoffpreise insgesamt um 1,4 Prozent. Diesel verbilligte sich um 2,1 Prozent, Superbenzin um 1,2 Prozent. Für Autofahrerinnen und Autofahrer in Münster bleibt der Jahresauftakt dennoch mit spürbaren Mehrkosten verbunden.

ÖPNV NRW: Deutschlandticket sorgt für höhere Preise

Auch im öffentlichen Personennahverkehr in NRW wurden die Tickets teurer. Die Preise für kombinierte Personenbeförderungsleistungen, also Verbundtickets für Bus, Stadtbahn oder Regionalzug, legten von Dezember 2025 auf Januar 2026 um 5,2 Prozent zu. Maßgeblich hierfür war die Erhöhung des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro zum Jahresbeginn.

Bereits ein Jahr zuvor hatte die Anhebung des Deutschlandtickets von 49 auf 58 Euro zu einem kräftigen Preissprung geführt. Damals stiegen die Preise für entsprechende Verbundangebote über den Jahreswechsel um mehr als zehn Prozent. Abseits dieser Anpassungen blieben die Ticketpreise in den vergangenen beiden Jahren weitgehend stabil.

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Trotz der jüngsten Erhöhung liegen die Kosten für den ÖPNV weiterhin unter dem Niveau vom Mai 2022. Grund dafür ist die 9-Euro-Ticket-Aktion im Sommer 2022 und das anschließende Deutschlandticket als dauerhaftes Abo-Modell. Zwischen Mai 2022 und Januar 2026 ergibt sich laut Statistik insgesamt ein Rückgang um 11,4 Prozent. Für Pendlerinnen und Pendler in Münster bedeutet das, dass der öffentliche Nahverkehr im längerfristigen Vergleich weiterhin günstiger ist als vor Einführung der bundesweiten Ticketmodelle. Im Fernverkehr sind die Preise im selben Zeitraum sogar leicht gesunken.

 

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