Münster. Ein Radiologe aus Münster gehört nach Angaben der Alexianer zu einer kleinen Gruppe besonders qualifizierter Spezialisten in Deutschland. Dr. Rafael Matosevic, Funktionsoberarzt am Zentrum für Radiologie von Clemenshospital und Raphaelsklinik, hat das europäische Diplom der European Society of Thoracic Imaging (ESTI) erworben. Bundesweit verfügen laut Krankenhaus derzeit lediglich vier Ärzte über diese Qualifikation. Von der zusätzlichen Expertise soll insbesondere die Diagnostik von Lungenerkrankungen am Clemenshospital profitieren.
Die European Society of Thoracic Imaging ist eine europäische Fachgesellschaft, die sich auf die bildgebende Untersuchung des Brustkorbs spezialisiert hat. Mit ihrem Diplom bestätigt sie besondere Fachkenntnisse und Erfahrungen in der sogenannten Thoraxdiagnostik. Dazu gehört die radiologische Beurteilung der Lunge und weiterer Strukturen des Brustkorbs. Die Untersuchungen helfen unter anderem dabei, krankhafte Veränderungen zu erkennen, Befunde genauer einzuordnen und den Verlauf von Erkrankungen zu beobachten.
Mit Dr. Rafael Matosevic verfügt das Zentrum für Radiologie von Clemenshospital und Raphaelsklinik nun über einen entsprechend ausgezeichneten Spezialisten. Wie selten die Qualifikation nach Angaben des Krankenhauses in Deutschland bislang ist, hebt auch Prof. Dr. Johannes Wessling, Chefarzt des Radiologischen Zentrums, hervor. „Dass deutschlandweit nur vier Ärzte über das ESTI-Diplom verfügen, unterstreicht die besondere Bedeutung dieser Auszeichnung.“
Das Diplom wird zugleich von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) anerkannt. Die Fachgesellschaft stuft es als gleichwertig mit ihrer Zusatzqualifizierung Q2 Thoraxdiagnostik ein. Matosevic verfügt damit auch über diese in Deutschland anerkannte Zusatzqualifikation.
Besonders relevant ist die zusätzliche Qualifikation für das Lungenkrebszentrum des Clemenshospitals. Dort sind radiologische Untersuchungen ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung. Die Bildgebung unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei der Erkennung auffälliger Veränderungen, bei der genaueren Beurteilung bereits festgestellter Befunde und bei der Überwachung des Krankheitsverlaufs.
Gerade bei Lungenerkrankungen können selbst geringe Veränderungen in den Aufnahmen medizinisch bedeutsam sein. Entscheidend ist deshalb nicht allein die technische Qualität einer Untersuchung, sondern auch die fachliche Interpretation der Bilder. „Gerade bei Erkrankungen der Lunge kommt es darauf an, auch kleinste Veränderungen in den bildgebenden Untersuchungen zuverlässig zu erkennen und richtig einzuordnen“, erklärt Chefarzt Wessling.
Das Lungenkrebszentrum des Clemenshospitals gehört zur Münsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs). In diesem Netzwerk arbeiten das Clemenshospital, die Raphaelsklinik und die Fachklinik Hornheide zusammen. Ziel der Kooperation ist es, die Versorgung von Menschen mit Krebserkrankungen in Münster gemeinsam weiterzuentwickeln. Die radiologische Diagnostik ist dabei ein wichtiger Bestandteil der fachübergreifenden Zusammenarbeit.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu