Regenwasser clever nutzen: Münster zeigt, was im eigenen Garten möglich ist

Münsteraner Studie zeigt, wann Moore besonders viel CO₂ freisetzen
Foto: Caroline Muffert

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Wie Regenwasser sinnvoll genutzt werden kann, zeigt die Stadt Münster am Freitag, 11. September, bei einer kostenlosen Veranstaltung in Mauritz. Beim Bürgerevent „Urbanes Wasser“ geht es jedoch nicht nur um Regentonnen. Besucher können auch digitale Werkzeuge ausprobieren und erfahren, wie Sensordaten künftig beim Umgang mit Wasser helfen sollen.

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Urbanes Wasser Münster: Sensoren messen Kanal, Klima und Boden

Die Veranstaltung gehört zum Projekt „Urbanes Wasser“, mit dem die Stadt neue Möglichkeiten für ein nachhaltigeres Wassermanagement erprobt. Im Stadtteil Mauritz kommen dafür bereits digitale Sensoren zum Einsatz. Sie erfassen unter anderem Wasserstände im Kanalnetz, Klimadaten sowie die Feuchtigkeit im Boden. Aus diesen Messwerten soll ein genaueres Bild davon entstehen, wie sich Wasser innerhalb eines Quartiers verteilt und verändert. Dadurch können Zusammenhänge sichtbar werden, die bei der Planung von Maßnahmen gegen Trockenheit oder große Niederschlagsmengen eine Rolle spielen.

Das Vorhaben ist Teil der Smart City Münster. Zudem wird es im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“ durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. Beim Bürgerevent sollen diese technischen Ansätze verständlich gemacht werden. Nach einer Einführung können die Teilnehmer verschiedene Anwendungen selbst testen. Damit richtet sich die Veranstaltung ausdrücklich nicht nur an Fachleute. Eine der Stationen beschäftigt sich mit einem digitalen Werkzeug, das Auswirkungen unterschiedlicher Maßnahmen auf den Wasserhaushalt darstellen kann. Dabei können Besucher beispielsweise nachvollziehen, was Veränderungen auf einem privaten Grundstück oder im eigenen Garten bewirken könnten. Fachleute der Fachhochschule Münster erläutern die Anwendung und stehen für Fragen zur Verfügung. Damit verbindet die Stadt digitale Stadtentwicklung mit einem Thema, das auch private Grundstückseigentümer unmittelbar betrifft.

Regenwasser im Garten Münster: Regentonne wird zum Praxisthema

Besonders praktisch wird es bei einer weiteren Station des Abends. Dort steht die Nutzung von Regenwasser im eigenen Garten im Mittelpunkt. In einem Workshop können die Teilnehmer erfahren, wie sich Wasser auffangen und anschließend etwa zur Bewässerung einsetzen lässt. Auch der sogenannte digitale Wasserzwilling wird vorgestellt. Dahinter steckt ein virtuelles Modell eines realen Wassersystems. Mithilfe der zuvor erhobenen Daten lassen sich darin Prozesse und Zusammenhänge darstellen. Bei der Veranstaltung soll anhand eines Storyboards deutlich werden, wie solche digitalen Modelle funktionieren und welche Erkenntnisse sie für die Stadtplanung liefern können. Die Stadt möchte damit zeigen, wie aus Messdaten konkrete Informationen für den Umgang mit Wasser entstehen.

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Gerade die Verbindung zwischen großräumiger Stadtplanung und Maßnahmen auf privaten Flächen steht dabei im Mittelpunkt. Denn der Umgang mit Regenwasser betrifft nicht allein das Kanalnetz. Auch Gärten, versiegelte Grundstücke und Möglichkeiten zur Speicherung können Einfluss darauf haben, wie schnell Niederschlag abfließt oder vor Ort genutzt wird. Nach Angaben der Stadt sollen die Besucher deshalb nicht nur Informationen erhalten, sondern die eingesetzten Werkzeuge selbst ausprobieren können. Christian Hemann vom Amt für Mobilität und Tiefbau erklärt laut Mitteilung, Ziel sei es, digitales Wassermanagement verständlich zu machen und zugleich konkrete Handlungsmöglichkeiten für Bürger aufzuzeigen.

Veranstaltung in der Pleisterschule ist kostenlos

Das Bürgerevent findet am Freitag, 11. September 2026, in der Aula der Pleisterschule statt. Veranstaltungsort ist die Schule An der Konradkirche 7 in Münster-Mauritz. Beginn ist um 18 Uhr, das Ende ist für 20.30 Uhr vorgesehen. Zwischen den einzelnen Stationen sowie im Anschluss besteht nach Angaben der Stadt Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den beteiligten Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Informationen stellt die Stadt Münster über ihr Beteiligungsportal zur Verfügung. Mit dem Termin will die Stadt zugleich deutlich machen, dass der Umgang mit Wasser nicht ausschließlich eine Aufgabe von Verwaltung und Infrastrukturplanung ist. Auch kleinere Maßnahmen auf privaten Grundstücken können Teil eines umfassenderen Wassermanagements sein.

Das Projekt „Urbanes Wasser“ verbindet deshalb technische Messungen, digitale Modelle und praktische Anwendungen. Während Sensoren Daten aus dem Quartier liefern, sollen Bürger bei der Veranstaltung nachvollziehen können, wie solche Informationen genutzt werden und welche Möglichkeiten es im eigenen Umfeld gibt.

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