
Münster. Die Stadt Münster beteiligt sich künftig an der „RESPECT!“-Kampagne und will damit ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung setzen. An teilnehmenden öffentlichen Einrichtungen, Geschäften, Kulturorten oder Vereinen sollen entsprechende Sticker an Türen und Fenstern angebracht werden. Wie die Stadt Münster mitteilt, ist die Beteiligung Teil des kommunalen Aktionsplans LSBTIQ*.
Die Kampagne richtet sich an lesbische, schwule, bi- und asexuelle, trans*, inter* und queere Menschen. Gleichzeitig sollen Einrichtungen stärker miteinander vernetzt und Beratungsangebote sichtbarer gemacht werden.
Teilnehmende Einrichtungen sind künftig an einem „RESPECT!“-Sticker zu erkennen. Nach Angaben der Stadt können sich unter anderem Verwaltungen, Gastronomiebetriebe, Geschäfte, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Sportvereine beteiligen. Dort sollen auch Informationen zu lokalen Beratungsstellen und Unterstützungsangeboten erhältlich sein.
Bürgermeisterin Maria Winkel stellte die Teilnahme am Donnerstag vor der Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung im Stadthaus 3 vor. Laut Mitteilung der Stadt sollen die Aufkleber deutlich machen, dass die jeweiligen Orte für Offenheit und Vielfalt stehen und Diskriminierung aufgrund sexueller oder geschlechtlicher Identität ablehnen.
Für Münster und den Kreis Steinfurt übernimmt der Verein KCM die Koordination. In der Region beteiligen sich nach Angaben der Stadt außerdem freie Träger sowie die kommunalen Gleichstellungsstellen in Emsdetten, Steinfurt und Ochtrup.
Hinter der Kampagne steht die Landesfachstelle blick*, die „RESPECT!“ bereits seit Mai 2022 umsetzt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau und der Vernetzung LSBTIQ*-freundlicher Strukturen in Kommunen und Kreisen in Nordrhein-Westfalen.
In Münster ist die Teilnahme Teil des Aktionsplans LSBTIQ*. Eine Koordinierungsstelle innerhalb der Stadtverwaltung soll dazu beitragen, entsprechende Strukturen dauerhaft zu verankern. Damit verbindet die Stadt die Sticker-Kampagne mit bereits bestehenden Maßnahmen gegen Diskriminierung und für mehr Sichtbarkeit queerer Menschen.
Ziel ist nach Angaben der Stadt, Beratungsangebote besser bekannt zu machen und Orte kenntlich zu machen, an denen sich queere Menschen willkommen und unterstützt fühlen sollen. Die Kampagne setzt damit vor allem auf Sichtbarkeit, Vernetzung und niedrigschwellige Information.
Quelle: Stadt Münster, Pressemitteilung vom 25. September 2026
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