
Münster. Lange war am Morgen unklar, ob der Rosenmontagszug 2026 überhaupt stattfinden kann. Nach Schneefall in der Nacht und Glätte auf den Straßen prüften die Verantwortlichen die Sicherheitslage. Am Ende fiel die Entscheidung zugunsten des Umzugs – und die Jecken in Münster wurden nicht enttäuscht.
Kurz vor Mittag verdichteten sich die Hinweise, dass der Zug wie geplant rollen würde. Punkt 12.11 Uhr setzte sich der närrische Lindwurm in Bewegung. Die Prinzengarde begleitete Prinz Christian II. zum Wagen, während sich entlang der Strecke immer mehr Zuschauer versammelten. Zwischen Schlossplatz, Innenstadt und Prinzipalmarkt säumten Tausende Menschen die Straßen – darunter viele Familien mit Kindern.
Die Zugspitze erreichte zügig die Innenstadt. Zwischenzeitliche Stopps, etwa am Syndikatplatz oder am Tibusplatz, dienten dazu, den Zug wieder enger zusammenzuführen. Insgesamt waren 119 Wagen und Fußgruppen unterwegs.
Einmal mehr prägten die niederländischen Gruppen aus Losser und Enschede das Bild des Umzugs. Spielmannszüge, Jugendprinzenpaare und farbenfrohe Fußgruppen sorgten für internationale Akzente. Auch zahlreiche münstersche Karnevalsgesellschaften setzten mit kreativen Mottowagen und Kostümen eigene Schwerpunkte.
Auf dem Prinzipalmarkt entwickelte sich der Nachmittag erneut zum Stimmungshöhepunkt. Vom Sentenzbogen aus wurden die Gesellschaften begrüßt. Oberbürgermeister Tilman Fuchs feierte dort ebenso mit wie Vertreter des Bürgerausschusses Münsterscher Karneval. Zugkommandant Marian Waltersmann zeigte sich unterwegs zufrieden mit dem Verlauf.
Nach den Schneefällen am Morgen blieb das Wetter während des Umzugs weitgehend stabil. Leichter Niederschlag setzte am Nachmittag zeitweise wieder ein, größere Zwischenfälle wurden jedoch nicht bekannt.
Die Polizei meldete einen insgesamt ruhigen Verlauf. Bei Kontrollen wurde lediglich ein Klappmesser sichergestellt. Feuerwehr und Rettungsdienste waren wie üblich präsent. Zudem waren Teams der Alkoholpräventionskampagne „Voll ist out“ im Einsatz. Neu war eine Initiative mit Testbändchen gegen K.O.-Tropfen, die junge Feiernde sensibilisieren sollte. Awareness-Teams standen ebenfalls als Ansprechpartner bereit.
Zahlreiche Ordnerinnen und Ordner begleiteten Wagen und Fußgruppen und sorgten für einen geregelten Ablauf entlang der Strecke.
Am späten Nachmittag näherte sich der Zug dem Finale. Der Prinzenwagen erreichte über Theater, Roggenmarkt und Tibusplatz schließlich den Prinzipalmarkt. Begleitet von „Heja, der Prinz“-Rufen zog Christian II. in die Innenstadt ein. Kurz zuvor hatten unter anderem Amelsbürens Lady Carneval sowie mehrere Traditionsgesellschaften das Finale eingeläutet.
Mit Einbruch des Abends verabschiedete sich der Zug vom Prinzipalmarkt – zurück blieb eine Innenstadt voller Kamelle, Konfetti und ausgelassener Stimmung.
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