
Münster. Das Aus kam abrupt: Die Siwa Bar & Kitchen in Münster hat ihren Betrieb eingestellt. Noch vor wenigen Tagen lief der normale Gastronomiealltag, dann folgte die Ankündigung der Schließung. Viele Stammgäste reagierten überrascht – und fragten sich, was zu dem plötzlichen Ende geführt hat.
In einer öffentlichen Mitteilung erklärten die Betreiber, dass es nicht den einen Grund für die Schließung gebe. Vielmehr habe eine Kombination verschiedener Faktoren dazu geführt, den Betrieb nicht weiterzuführen. Konkrete Details nannten sie nicht. Die Entscheidung sei jedoch nicht kurzfristig gefallen, sondern das Ergebnis einer längeren Entwicklung.
Auffällig ist dabei die Wortwahl: Statt auf äußere Umstände oder einzelne Probleme zu verweisen, betont das Team eine Gesamtsituation, die letztlich keine Perspektive mehr geboten habe. Für viele Gäste kam dieser Schritt dennoch unerwartet.
Unabhängig von der öffentlichen Erklärung zeigt ein Blick in frei zugängliche Registerdaten, dass über die SIWA GmbH, die hinter dem Gastronomiebetrieb stand, ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Zuständig ist das Amtsgericht Münster.
Ein solches Verfahren deutet in der Regel auf erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten hin. Ob laufende Kosten, Umsatzeinbrüche oder strukturelle Probleme ausschlaggebend waren, ist öffentlich nicht bekannt. Fest steht jedoch: Die wirtschaftliche Lage der Betreibergesellschaft war angespannt – ein Faktor, der die Schließung zumindest mit erklärt.
Hinweise aus dem Umfeld des Betriebs deuten darauf hin, dass sich das Tagesgeschäft zwischenzeitlich stabilisiert hatte. Die laufenden Einnahmen hätten zuletzt ausgereicht, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig blieben jedoch langfristige Verpflichtungen wie Kredite und Mietzahlungen bestehen, die die wirtschaftliche Situation weiter belasteten.
Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im vergangenen Jahr wurde offenbar versucht, neue Perspektiven für den Standort zu entwickeln. Auch Gespräche mit externen Interessenten habe es gegeben. Eine dauerhafte Lösung ließ sich am Ende jedoch nicht realisieren, sodass der Betrieb eingestellt wurde.
Die Siwa Bar hatte sich am Hansaring mit einer Mischung aus Küche, Cocktails und Lounge-Atmosphäre etabliert. Gerade abends galt die Bar als Treffpunkt für ein gemischtes Publikum. Entsprechend groß ist nun die Lücke, die der Betrieb im Viertel hinterlässt.
In sozialen Netzwerken äußerten viele Gäste Bedauern über das Ende des Lokals und lobten Atmosphäre, Essen und Service. Gleichzeitig zeigen die Reaktionen, wie fragil gastronomische Konzepte selbst dann sein können, wenn sie gut angenommen werden.
Wie es mit der Immobilie am Hansaring weitergeht, ist derzeit unklar. Ob ein neuer Gastronom einzieht oder das Konzept grundlegend verändert wird, ist bislang nicht bekannt. Auch dazu gibt es von offizieller Seite keine Aussagen.
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