Sorge um Riesenotter-Nachwuchs im Allwetterzoo: Ein Jungtier stirbt, drei kämpfen weiter

Nachwuchs bei den Riesenottern im Allwetterzoo Münster: Ein Jungtier musste eingeschläfert werden, drei weitere werden intensiv betreut.
Foto: Allwetterzoo

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Münster. Der Nachwuchs bei den Riesenottern im Allwetterzoo Münster hat zum Jahreswechsel große Aufmerksamkeit ausgelöst. Vier Jungtiere wurden Ende November 2025 geboren. Nun hat der Zoo bekannt gegeben, dass eines der Jungtiere eingeschläfert werden musste. Drei weitere Tiere werden weiterhin intensiv betreut.

Überraschender Nachwuchs kurz vor Jahresende

Am 26. November 2025 brachte das Riesenotter-Weibchen Amérie vier Jungtiere zur Welt. Gemeinsam mit dem Männchen Lobo und zwei älteren Jungtieren kümmerte sich die Familie um den Nachwuchs. In den ersten Wochen blieb die Otterfamilie weitgehend unbehelligt, die Entwicklung der Jungtiere wurde über eine Kamera in der Wurfbox beobachtet.

Erste Untersuchung bringt gesundheitliche Sorgen

Am 15. Januar 2026 erfolgte die erste tierärztliche Untersuchung der Jungtiere. Dabei wurden sie erstmals gewogen, geimpft und entwurmt. Die Tierärzte stellten fest, dass alle vier Tiere unter dem für ihr Alter erwarteten Gewicht lagen. Besonders ein Jungtier zeigte einen deutlich kritischen Zustand.

Engmaschige Kontrollen statt Zurückhaltung

Da es sich um eine sensible Phase nach der Geburt handelte, entschied sich der Zoo trotz möglicher Risiken für engmaschige Gewichtskontrollen. Ziel war es, die Entwicklung der Tiere möglichst früh zu stabilisieren. Bei einer weiteren Untersuchung wenige Tage später zeigte sich bei drei Jungtieren eine leichte Gewichtszunahme.

Entscheidung zum Einschläfern eines Jungtiers

Für eines der männlichen Jungtiere verschlechterte sich der Zustand jedoch weiter. Trotz zusätzlicher medizinischer Maßnahmen nahm das Tier weiter ab. In Abstimmung zwischen Tierärzten, Tierpflege und Kuration wurde schließlich entschieden, das Jungtier einzuschläfern, um weiteres Leiden zu verhindern.

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Vermutlich zu geringe Milchmenge der Mutter

Als wahrscheinliche Ursache gilt eine unzureichende Milchmenge der Mutter Amérie. Eine Zufütterung ist in diesem frühen Entwicklungsstadium noch nicht möglich, da die Jungtiere noch nicht alt genug sind, um feste Nahrung wie Fisch aufzunehmen. Der Zoo konzentriert sich nun auf die intensive Beobachtung und medizinische Betreuung der drei verbliebenen Jungtiere. Auch bei ihnen ist die kritische Phase noch nicht überstanden.

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