
Münster. Das Duell zwischen Preußen Münster und Hertha BSC im LVM-Preußenstadion entwickelte sich zu einer der ungewöhnlichsten Partien der Saison. Lange blieb die Begegnung offen, beide Mannschaften lieferten sich ein intensives Zweitliga-Duell. Doch in der Nachspielzeit schlugen die Berliner eiskalt zu und entschieden das Spiel für sich.
Für den SCP ist das Ergebnis besonders bitter. Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende hatte nach der Pause eine starke Reaktion gezeigt und sich zurück ins Spiel gekämpft. Am Ende jedoch stand Münster erneut mit leeren Händen da. Neben dem späten Gegentor sorgte vor allem eine kuriose Szene rund um den Videoassistenten für Gesprächsstoff im Stadion.
In der ersten Halbzeit entwickelte sich zunächst ein zähes Spiel. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld und zahlreiche Standards prägten die Partie, klare Torchancen waren auf beiden Seiten selten. Hertha BSC wirkte etwas aktiver, während Münster immer wieder versuchte, über schnelle Angriffe gefährlich zu werden.
Kurz vor der Pause rückte dann eine Szene im Strafraum in den Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf zwischen Münsters Verteidiger Niko Koulis und Berlins Michaël Cuisance lief die Überprüfung durch den Videoassistenten an. Der Schiedsrichter wurde zum Monitor gerufen, doch der Bildschirm funktionierte nicht. Statt einer eigenen Sichtung musste die endgültige Bewertung deshalb direkt über das Video-Team in Köln erfolgen.
Die Entscheidung fiel schließlich auf Strafstoß für Hertha. Kapitän Fabian Reese trat an und verwandelte den Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zur Berliner Führung.
Für die Gastgeber kam dieser Rückstand zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn nur wenige Sekunden später ging es in die Kabinen.
Die Reaktion der Preußen folgte unmittelbar nach Wiederbeginn. Münster kam deutlich aggressiver aus der Kabine und suchte sofort den Weg nach vorne. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten.
Nach einer kurz ausgeführten Ecke brachte Oliver Batista Meier den Ball in den Strafraum. Innenverteidiger Jannis Heuer stieg am höchsten und köpfte den Ball zum 1:1 ins Netz. Für den Abwehrspieler war es bereits der dritte Treffer in dieser Zweitligasaison.
Das Tor veränderte die Dynamik der Partie. Plötzlich entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Münster versuchte, das Publikum im Preußenstadion mitzunehmen, während Hertha immer wieder über schnelle Angriffe gefährlich blieb.
Auch personell reagierte die Mannschaft von Alexander Ende. Mit frischen Kräften wollte der SCP den Druck erhöhen und die Partie drehen. Mehrfach kam Münster zu Abschlüssen aus dem Strafraum oder nach Flanken, doch die entscheidende Aktion blieb aus.
Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, schlug Hertha noch einmal zu. In der Nachspielzeit nutzten die Berliner einen schnellen Angriff konsequent aus. Marten Winkler setzte sich im Laufduell durch und schob den Ball ins lange Eck.
Für Münster war dieses Gegentor ein harter Schlag. Die Mannschaft hatte zuvor viel investiert, konnte aber in den letzten Minuten nicht mehr antworten. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.
Damit endet ein Spiel, das aus Sicht des SCP lange offen war, letztlich jedoch durch zwei entscheidende Szenen bestimmt wurde: den Elfmeter kurz vor der Pause und den späten Treffer in der Nachspielzeit. Für Preußen Münster bleibt nach diesem dramatischen Nachmittag im Preußenstadion vor allem die Erkenntnis, dass selbst ein kämpferischer Auftritt in dieser Liga nicht immer belohnt wird.
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