Theater Münster senkt Defizit deutlich: Verlust fällt klar niedriger aus als erwartet

Der Kulturrucksack 2025 in Münster bringt kostenlose Kunst- und Medienprojekte für Kinder – ganzjährig, vielfältig und stadtweit verfügbar. Das Theater Münster kämpft mit einem Millionendefizit – trotz wachsender Besucherzahlen und erster Sparmaßnahmen.
Symbolfoto: Kilyan Sockalingum

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Das Theater Münster hat das Wirtschaftsjahr 2024/25 mit einem Defizit abgeschlossen, das deutlich unter den ursprünglichen Planungen liegt. Nach Angaben der Stadt beträgt der Verlust 443.000 Euro. Im Wirtschaftsplan war noch ein Minus von 1,35 Millionen Euro vorgesehen. Damit fällt das Jahresergebnis rund 900.000 Euro besser aus als erwartet. Auch im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine spürbare Verbesserung, denn damals hatte das Theater noch ein Defizit von 1,4 Millionen Euro ausgewiesen.

Mehr Publikum und Sparmaßnahmen verbessern das Ergebnis

Zu der Entwicklung haben nach Darstellung der Stadt mehrere Faktoren beigetragen. Einerseits hat das Theater nach eigenen Angaben Sparmaßnahmen umgesetzt, andererseits stiegen die Besucherzahlen im Verlauf der Spielzeit. Insgesamt wurden 168.379 Theater- und Konzertbesuche gezählt. Das sind 12.692 mehr als in der Spielzeit zuvor. Damit hat das Haus zwar noch nicht wieder das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht, die Entwicklung zeigt aber, dass sich das Theater wirtschaftlich etwas stabilisieren konnte. Vor der Pandemie lagen die Besuchszahlen in der Spielzeit 2018/19 noch bei mehr als 200.000.

Höhere Kosten bleiben eine Belastung

Trotz des besseren Ergebnisses schreibt das Theater weiter rote Zahlen. Als Gründe nennt die Stadt vor allem gestiegene Sach-, Material- und Personalkosten. Diese Mehrbelastungen seien im derzeitigen Betriebskostenzuschuss der Stadt noch nicht berücksichtigt. Damit bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt, auch wenn das Defizit deutlich kleiner ausfällt als zunächst erwartet. Für die Stadt und das Theater dürfte deshalb entscheidend sein, ob sich die positive Entwicklung bei Publikum und Auslastung in den kommenden Spielzeiten fortsetzt.

Externe Prüfung und neuer Vertrag ab 2027/28 geplant

Wie es wirtschaftlich und organisatorisch weitergeht, soll nun auch durch eine externe Untersuchung beleuchtet werden. Die Ergebnisse sollen später in den neuen Managementkontrakt einfließen, der den städtischen Zuschuss für das Theater regelt. Dieser Vertrag soll ab der Spielzeit 2027/28 gelten. Zu diesem Zeitpunkt übernimmt auch Neil Barry Moss als neuer Generalintendant am Theater Münster. Zunächst geht der Jahresabschluss nun in die politischen Beratungen. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat der Stadt Münster voraussichtlich am 20. Mai.

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