Ungewöhnlicher Vorfall beim Spiel von Preußen Münster: VAR-Monitor fällt plötzlich aus

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SounderBruce, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

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Münster. Beim Spiel von Preußen Münster gegen Hertha BSC ist es zu einer ungewöhnlichen Situation rund um den Videobeweis gekommen. Während der Partie Preußen Münster gegen Hertha BSC fiel der Monitor des Video-Assistenten am Spielfeldrand kurzfristig aus. Der Bildschirm, über den der Schiedsrichter strittige Szenen normalerweise selbst überprüft, blieb während einer laufenden Überprüfung ohne Bild.

Der Zwischenfall ereignete sich kurz vor der Halbzeitpause. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits eine Überprüfung durch den Videoassistenten. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll es im Bereich des VAR-Monitors zu einer Störung gekommen sein, nachdem ein Zuschauer in den Innenraum gelangt war. Dadurch konnte der Schiedsrichter die Szene nicht wie vorgesehen selbst am Bildschirm ansehen.

Das Spiel wurde daraufhin mehrere Minuten unterbrochen. In dieser Zeit versuchten die Verantwortlichen offenbar, die Technik wieder in Betrieb zu nehmen. Da der Monitor zunächst weiterhin kein Bild zeigte, wurde die Situation schließlich ohne eigene Videoüberprüfung am Spielfeldrand entschieden.

Strafstoßentscheidung fällt nach VAR-Hinweis

Im Mittelpunkt der Überprüfung stand eine Szene im Strafraum von Preußen Münster. In einem Zweikampf zwischen einem Münsteraner Abwehrspieler und Hertha-Spieler Michael Cuisance kam es zu einem Kontakt, den der Videoassistent als überprüfungsrelevant einstufte.

Der Videoassistent griff daraufhin ein und empfahl eine Entscheidung zugunsten von Hertha BSC. Normalerweise würde der Schiedsrichter in einer solchen Situation die Bilder am Monitor selbst ansehen, um sich ein eigenes Urteil zu bilden. Wegen des technischen Ausfalls blieb diese Möglichkeit jedoch aus.

Nach der mehrminütigen Unterbrechung entschied der Schiedsrichter schließlich auf Strafstoß für die Berliner. Die Entscheidung wurde anschließend im Stadion über das Mikrofon des Referees bekanntgegeben. Hertha-Spieler Fabian Reese verwandelte den Elfmeter und brachte seine Mannschaft damit in Führung.

Welche Rolle der Videobeweis im Profifußball spielt

Der Videobeweis gehört seit mehreren Jahren zur Spielleitung im deutschen Profifußball. Das System soll Schiedsrichter bei wichtigen Spielsituationen unterstützen und offensichtliche Fehlentscheidungen verhindern. Eingriffe sind vor allem bei Toren, Strafstößen, möglichen roten Karten oder Spielerverwechslungen vorgesehen.

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Wenn der Videoassistent eine Szene als überprüfungswürdig einstuft, kann der Schiedsrichter eine sogenannte „On-Field Review“ durchführen. Dabei sieht er sich die Situation am Monitor am Spielfeldrand noch einmal selbst an. Auf Grundlage dieser Bilder trifft er anschließend die endgültige Entscheidung.

Das Regelprotokoll sieht jedoch auch vor, dass Entscheidungen ohne eigene Sichtung der Bilder möglich sind. In solchen Fällen verlässt sich der Schiedsrichter auf die Informationen aus dem Videozentrum. Genau diese Konstellation entstand beim Spiel von Preußen Münster gegen Hertha, als der Monitor vorübergehend nicht funktionierte.

Technikstörungen beim VAR sind selten

Störungen beim Videobeweis kommen im Profifußball nur selten vor, sind jedoch grundsätzlich möglich. In den ersten Jahren nach Einführung des Systems kam es vereinzelt zu Problemen bei der Bildübertragung oder der Kommunikation zwischen Stadion und Videozentrale.

Der Vorfall in Münster hebt sich dennoch von vielen früheren Fällen ab. Während technische Schwierigkeiten häufig die Verbindung zwischen Stadion und Videozentrum betreffen, entstand die Störung hier offenbar direkt im Bereich des Monitors am Spielfeldrand.

Gerade in Situationen mit möglichem Strafstoß oder Torentscheidung spielt die direkte Sichtung der Bilder für den Schiedsrichter eine wichtige Rolle. Wenn diese Möglichkeit kurzfristig entfällt, verändert sich der Ablauf der Entscheidungsfindung im Spiel.

Stadionumbau bildet zusätzlichen Kontext

Die Partie fand im LVM-Preußenstadion statt, das derzeit umfassend modernisiert wird. Die Heimspielstätte von Preußen Münster wird schrittweise ausgebaut, um langfristig den Anforderungen des Profifußballs gerecht zu werden.

Während solcher Bauphasen verändern sich Abläufe im Stadion immer wieder. Bereiche, Zugänge und organisatorische Strukturen müssen teilweise neu geregelt werden, damit Spielbetrieb und Bauarbeiten parallel stattfinden können.

Technische Einrichtungen am Spielfeldrand, zu denen auch der VAR-Monitor gehört, zählen normalerweise zu besonders geschützten Bereichen. Der Zwischenfall beim Spiel von Preußen Münster gegen Hertha machte deshalb deutlich, wie stark der moderne Profifußball von funktionierender Technik und klaren Abläufen im Stadion abhängig ist. Nach Medienberichten konnte der Monitor nach der Halbzeitpause wieder genutzt werden.

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