Veranstaltung in Münster beleuchtet Geschichte und Zukunft der Frauenrechte

Bei einer Veranstaltung in Münster diskutierten OMAS GEGEN RECHTS über Geschichte und Zukunft der Frauenrechte sowie rechte Netzwerke.
Foto: Omas gegen Rechts

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Münster. Im Forum der Volkshochschule Münster hat am Wochenende eine Veranstaltung zum Thema Frauenrechte stattgefunden. Organisiert wurde das Treffen von der Initiative OMAS GEGEN RECHTS Münster anlässlich des Internationalen Frauentages. Nach Angaben der Veranstalter war die Veranstaltung ausgebucht, rund 120 Menschen nahmen teil.

Im Mittelpunkt standen Diskussionen über die historische Entwicklung der Frauenrechte sowie aktuelle Herausforderungen. Neben Arbeitsgruppen zur Geschichte der Gleichstellung berichtete eine Journalistin über ihre Recherchen zu einem rechten Frauennetzwerk. Die Veranstaltung verband damit historische Einordnung, politische Analyse und Austausch über gesellschaftliche Entwicklungen.

Diskussion über die Entwicklung der Frauenrechte

Zu Beginn der Veranstaltung arbeiteten die Teilnehmenden in mehreren Gruppen an einer gemeinsamen Zeitleiste zur Geschichte der Frauenrechte. Ziel war es, zentrale Meilensteine der Gleichstellung sichtbar zu machen und zugleich offene Fragen zu diskutieren. Laut Angaben der Veranstalter beteiligten sich elf Arbeitsgruppen an diesem Teil des Programms.

In den Gesprächen wurden unterschiedliche biografische Erfahrungen eingebracht. Dabei ging es unter anderem um historische Fortschritte, die heute selbstverständlich erscheinen, aber oft erst nach langen politischen Auseinandersetzungen erreicht wurden. Als wichtige Stationen wurden etwa das Frauenwahlrecht nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, Veränderungen im Familienrecht sowie Reformen im Sexualstrafrecht genannt.

Gleichzeitig machten viele Beiträge deutlich, dass Gleichstellung weiterhin ein aktuelles Thema bleibt. Diskutiert wurden Fragen nach gleichen Einkommen für Frauen und Männer, nach Schutz vor Gewalt sowie nach einer gerechteren Verteilung von Sorgearbeit. Auch politische Repräsentation spielte eine Rolle, etwa die Forderung nach stärkerer Beteiligung von Frauen in politischen Entscheidungsprozessen.

Die Gespräche verdeutlichten laut Veranstaltern, dass viele Rechte vergleichsweise jung sind und deshalb weiterhin gesellschaftlich verteidigt und weiterentwickelt werden müssen. Die Veranstaltung griff damit zentrale Themen auf, die rund um den Internationalen Frauentag auch bundesweit diskutiert werden und regelmäßig Teil der Münster Nachrichten und anderer aktueller Debatten sind.

Vortrag über Recherche zu einem rechten Frauennetzwerk

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtete die Journalistin Vanessa Leitschuh über eine Recherche zu einem rechten Frauennetzwerk. Dabei schilderte sie ihre Erfahrungen aus einer Undercover-Recherche innerhalb der Gruppe „Lukreta“. Nach Angaben der Referentin organisiert sich das Netzwerk vor allem über soziale Medien und hat dort eine wachsende Anhängerschaft aufgebaut.

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Das Netzwerk steht laut öffentlich bekannten Informationen in Nordrhein-Westfalen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Thematisch greift die Gruppe insbesondere migrationspolitische Themen auf und versucht damit, neue Unterstützerinnen zu gewinnen. In ihrem Vortrag erläuterte Leitschuh unter anderem Strukturen, Treffen und Kommunikationswege innerhalb des Netzwerks.

In der anschließenden Diskussion beschäftigten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Fragen zu rechten Frauenorganisationen. Mehrere Wortmeldungen thematisierten den Widerspruch zwischen politischem Aktivismus solcher Gruppen und traditionellen Rollenbildern, die dort vertreten werden. Andere Beiträge richteten den Blick auf mögliche Motive, warum sich Frauen solchen Netzwerken anschließen.

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