
Münster. Der Verkehr in Münster zeigt sich an diesem Montag ungewöhnlich uneinheitlich. Trotz des Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr ist der große Verkehrsinfarkt am Morgen ausgeblieben. Stattdessen prägen Verlagerungen und punktuelle Belastungen das Bild auf den Straßen.
Viele Berufstätige haben sich frühzeitig auf den Streik eingestellt. Homeoffice, flexible Arbeitszeiten oder verschobene Termine sorgen dafür, dass insgesamt weniger Fahrzeuge unterwegs sind als an einem normalen Werktag. Das macht sich vor allem in Wohngebieten und auf Nebenstrecken bemerkbar, wo der Verkehr vergleichsweise ruhig bleibt.
Anders stellt sich die Lage auf den klassischen Pendlerachsen dar. Auf Einfallstraßen aus dem Umland sowie an Autobahnanschlüssen kommt es zeitweise zu stockendem Verkehr. Dort bündeln sich die Wege derjenigen, die mangels Bus- und Bahnangebot auf das Auto ausgewichen sind. Schon wenige zusätzliche Fahrzeuge reichen aus, um den Verkehrsfluss spürbar zu verlangsamen.
In der Innenstadt selbst blieb es am Morgen überschaubar. Von einem flächendeckenden Stau kann keine Rede sein. Gleichzeitig steigt der Parkdruck rund um zentrale Ziele, weil mehr Menschen direkt in die Stadt fahren, statt den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Vor allem rund um Parkhäuser und zentrale Knotenpunkte ist Geduld gefragt.
Zusätzlich wirken laufende Baustellen im Stadtgebiet als Verstärker. Umleitungen und Fahrbahnverengungen treffen heute auf einen Verkehr, der ungewohnt verteilt ist. Dadurch entstehen Engpässe nicht überall, sondern sehr gezielt an einzelnen Stellen.
Wie angespannt der Verkehr insgesamt wird, entscheidet sich erst am Nachmittag. Erfahrungsgemäß ziehen Streiktage vor allem zwischen 16 und 18 Uhr an, wenn viele Wege zeitlich zusammenfallen. Dann kann es an Einfallstraßen, Autobahnzubringern und in der Innenstadt erneut zäh werden.
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