
Münster. Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Universitätskliniken zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Betroffen ist auch die Universitätsklinikum Münster. Der Ausstand ist für Donnerstag und Freitag, 27. und 28. Februar, angekündigt. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Vergütung der Beschäftigten, die nach dem Tarifvertrag der Länder bezahlt werden. Nach Angaben von ver.di liegen die Einkommen in den Unikliniken unter denen vergleichbarer Berufsgruppen in kommunalen Krankenhäusern. Das betreffe insbesondere Pflegekräfte, medizinisch-technische Dienste sowie weitere nichtärztliche Beschäftigte.
Thomas Meißner von ver.di im Bezirk Münsterland macht deutlich, dass diese Unterschiede aus Sicht der Gewerkschaft nicht nachvollziehbar sind. In den Universitätskliniken würden die komplexesten medizinischen Fälle behandelt, gleichzeitig seien die Anforderungen an Personal und Qualifikation besonders hoch. Eine geringere Bezahlung passe aus Sicht der Gewerkschaft nicht zu dieser Verantwortung.
Auslöser des Warnstreiks ist die zweite Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder Mitte Januar. Nach Darstellung von ver.di legten die Arbeitgeber dabei kein verbindliches Angebot vor. Die Beschäftigten reagieren nun mit Arbeitsniederlegungen, um den Druck vor der nächsten Gesprächsrunde zu erhöhen.
Die Gewerkschaft fordert spürbare Einkommenssteigerungen und verweist auf steigende Lebenshaltungskosten sowie den anhaltenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Gerade die Unikliniken hätten zunehmend Probleme, qualifiziertes Personal zu halten oder neu zu gewinnen.
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Für Patientinnen und Patienten bedeutet der Warnstreik voraussichtlich Einschränkungen im regulären Klinikbetrieb. Planbare Behandlungen und Termine könnten verschoben werden. Die Kliniken rechnen mit deutlich reduziertem Ablauf in einzelnen Bereichen.
Gleichzeitig betonen sowohl Gewerkschaft als auch Kliniken, dass die Notfallversorgung jederzeit gesichert bleibt. Für lebensbedrohliche Situationen gelten besondere Notdienstvereinbarungen, sodass die medizinische Grund- und Akutversorgung nicht gefährdet werden soll.
Ob es bei dem zweitägigen Warnstreik bleibt, hängt vom Verlauf der kommenden Tarifgespräche ab. Sollten die Arbeitgeber weiterhin kein Angebot vorlegen, schließt ver.di weitere Arbeitskampfmaßnahmen nicht aus. Für die Beschäftigten an den NRW-Unikliniken ist der Warnstreik damit ein deutliches Signal in einem Konflikt, der sich weiter zuspitzen könnte.
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