Warnstreik legt Busverkehr in Münster lahm: Das müssen Fahrgäste wissen

Wegen Sperrungen an der Haltestelle Neutor/Schlossplatz Nord gilt ein neuer Plan für die Herbstsend Münster Anreise – alle Buslinien und Alternativen im Überblick.
Foto: David Olef

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Münster. Am Montag, dem 2. Februar 2026, kommt es in Münster zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Ein Warnstreik im Busverkehr sorgt dafür, dass zahlreiche Buslinien in Münster ganztägig ausfallen oder nur eingeschränkt verkehren. Hintergrund ist ein laufender Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr, der nicht nur Münster, sondern weite Teile Nordrhein-Westfalens betrifft.

Ganztägiger Streik bei den Stadtwerken Münster

Zum Warnstreik aufgerufen hat die Gewerkschaft ver.di. Betroffen sind die Beschäftigten der Stadtwerke Münster. Nach Angaben aus dem Aufruf richtet sich der Streik an Mitarbeitende aus mehreren Bereichen, darunter der Fahrdienst, die Werkstätten, die Leitstellen sowie die Verwaltung.

Der Arbeitskampf beginnt am Montag um 04:00 Uhr und ist auf 24 Stunden angesetzt. Rechnerisch endet der Streik damit in der Nacht zu Dienstag, dem 3. Februar 2026, ebenfalls um 04:00 Uhr.

Warnstreik im Busverkehr in Münster: Tarifstreit als Auslöser

Der Warnstreik steht im Zusammenhang mit den laufenden Tarifverhandlungen im nordrhein-westfälischen Nahverkehr. In NRW wird derzeit vor allem über den Manteltarifvertrag verhandelt, der grundlegende Arbeitsbedingungen regelt. Themen sind unter anderem die Wochenarbeitszeit, Ruhezeiten zwischen Schichten sowie Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsarbeit.

Die erste Verhandlungsrunde fand am 21. Januar 2026 statt und blieb ohne Ergebnis. Als nächster Termin für weitere Gespräche gelten der 2. und 3. März 2026.

NRW-weiter Ausstand – Münster ausdrücklich betroffen

Der Streik in Münster ist Teil eines größeren Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen. In landesweiten Übersichten werden die Stadtwerke Münster ausdrücklich als betroffen genannt. Auch bundesweit wird auf den Aktionstag hingewiesen: Nach Einschätzung des ADAC handelt es sich um einen 24-stündigen Streik bei kommunalen Nahverkehrsbetrieben, an dem rund 150 Betriebe teilnehmen sollen. Betroffen sind demnach nahezu alle Bundesländer, mit Ausnahme von Niedersachsen.

Was Fahrgäste wissen sollten

Für Fahrgäste bedeutet ein Streik im ÖPNV in der Regel, dass kein Anspruch auf Beförderung besteht. Auch Erstattungen sind meist ausgeschlossen. Darauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin. Je nach Ticketart oder Anbieter können allerdings Ausnahmen gelten, weshalb sich ein Blick in die jeweiligen Beförderungsbedingungen lohnt.

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Welche Buslinien in Münster konkret fahren oder ausfallen, hängt davon ab, wie viele Beschäftigte sich am Warnstreik beteiligen. Erfahrungsgemäß veröffentlichen Verkehrsbetriebe dazu kurzfristig Informationen in ihren Fahrplanauskünften und Echtzeitsystemen. Fahrgäste sollten sich daher unmittelbar vor Fahrtantritt über aktuelle Abweichungen informieren.

Regionalverkehr meist nicht betroffen

Bei Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr sind Regional- und S-Bahnen häufig nicht das Ziel der Arbeitsniederlegungen. Ob dies auch für den Raum Münster gilt, sollte jedoch tagesaktuell geprüft werden, da die Zuständigkeiten je nach Verkehrsunternehmen variieren können.

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