
Münster. Auf der Weseler Straße könnte sich die Verkehrsführung dauerhaft verändern. Zwischen Geiststraße und Moltkestraße plant die Stadt stadteinwärts einen rund 250 Meter langen Bussonderfahrstreifen. Für den übrigen Autoverkehr bliebe dann nur noch eine Geradeausspur. Die CDU im Rathaus hinterfragt die Planung und fordert von der Stadt weitere Erklärungen.
Mit der neuen Busspur auf der Weseler Straße soll die Lücke zwischen bereits bestehenden Bussonderfahrstreifen geschlossen werden. Zusätzlich zur verbleibenden Geradeausspur ist eine Rechtsabbiegerspur in Richtung Ludgeriplatz vorgesehen. Damit würde die derzeit durch die Baustelle geprägte Verkehrsführung in wesentlichen Teilen dauerhaft bestehen bleiben. Über die Umsetzung entscheidet der Ausschuss für Verkehr und Mobilität am 23. September.
CDU-Ratsherr Walter von Göwels hält die Beschleunigung des Busverkehrs grundsätzlich für sinnvoll, stellt aber den Wegfall einer normalen Fahrspur infrage. „Die Beschleunigung des Busverkehrs auf dieser stark frequentierten Verkehrsachse ist nachvollziehbar. Aber warum soll dafür dauerhaft eine normale Fahrspur wegfallen?“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher.
Die CDU verweist auf eine Verwaltungsvorlage aus dem Jahr 2024. Demnach sollte zunächst untersucht werden, welchen Effekt die intelligente Busbevorrechtigung hat und ob eine zusätzliche Busspur überhaupt weiteren Nutzen bringt. Von Göwels fragt deshalb: „Ist diese Evaluation erfolgt und falls ja, mit welchem Ergebnis?“
Kritisch sieht die CDU zudem, dass der zuletzt festgestellte Rückgang des Autoverkehrs um rund 27 Prozent während umfangreicher Bauarbeiten gemessen wurde. Sie möchte wissen, auf welcher Prognose die geplante dauerhafte Reduzierung auf eine Geradeausspur beruht und ob mit mehr Verkehr auf dem Ring oder in angrenzenden Straßen gerechnet wird.
Ob die Busspur auf der Weseler Straße kommt, entscheidet sich zunächst am 23. September im Verkehrsausschuss.
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