WIN-Position zur AfD in Münster: Wirtschaftsinitiative bekräftigt klare Abgrenzung

Ein unerwarteter Austritt erschüttert die AfD im Rat Münster: Ratsmitglied Hans-Jürgen Scholte verlässt die Partei und die AfD-Fraktion – behält jedoch sein Mandat. Dieser Schritt kommt nur wenige Tage nach Beginn der neuen Wahlperiode und hat weitreichende Folgen.
Foto: Mika Baumeister

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Münster. Die Wirtschaftsinitiative Münster (WIN) hat sich mit einer deutlichen Erklärung von einer möglichen Annäherung an die AfD distanziert. Hintergrund ist die bundesweit diskutierte Entscheidung des Verbands der Familienunternehmer, das bisherige Kontaktverbot zu AfD-Mandatsträgern aufzuheben. Die klare Position zeigt, dass die Brandmauer zur AfD in Münster bestehen bleibt. Für Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der rechtsextremen Partei sieht der Verein keinen Raum. 

Warum die WIN-Position zur AfD in Münster jetzt im Fokus steht

Der Bundesverband der Familienunternehmer hatte Anfang 2025 begonnen, intern über die Frage zu diskutieren, ob informelle Gespräche mit AfD-Funktionsträgern zugelassen werden sollen. Die spätere Entscheidung zur Aufhebung des Kontaktverbots sorgte bundesweit für Kritik – sowohl politisch als auch innerhalb der Wirtschaft.

In Münster reagierte die Wirtschaftsinitiative ungewöhnlich klar: Die WIN-Position zur AfD schließt jede Form der Zusammenarbeit aus. Kernaussage des Vorstands ist, dass extremistische Ideologien unvereinbar mit den Grundwerten des Vereins seien. Diese Werte orientieren sich an Freiheit, Toleranz und dem respektvollen Umgang mit Menschen unterschiedlicher Herkunft – Prinzipien, die WIN nach eigenen Angaben weiterhin konsequent verteidigt.

Deutliche Botschaft der Wirtschaftsinitiative Münster

Mathias Kersting, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative, macht im Namen von Vorstand und Geschäftsführung deutlich, dass die Brandmauer intakt bleibt. Der Verein lehnt es ab, AfD-Mandatsträger zu Veranstaltungen einzuladen oder in wirtschaftspolitische Gespräche einzubeziehen. Als rote Linie benennt Kersting die Ideologien der Partei, die Menschen ausgrenzen, den Rechtsstaat infrage stellen und autokratischen Systemen Beifall spenden würden.

Diese entschiedene Haltung hat Signalwirkung, da die WIN zu den wichtigsten wirtschaftlichen Netzwerken der Region zählt.

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