Iran-Demos in NRW: Düsseldorf jubelt, Münster protestiert gegen den Westen

Bei der Iran Demo Münster wird am Hauptbahnhof gegen US- und Israel-Militäraktionen protestiert, während in Düsseldorf und Köln regimekritische Tausende demonstrierten.
Leonhard Lenz, CC0, via Wikimedia Commons

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Münster. Während in Düsseldorf und Köln tausende Exil-Iraner für eine Befreiung ihres Heimatlandes demonstrierten und den Tod von Ajatollah Ali Chamenei bejubeln, steht die angekündigte Kundgebung in Münster unter einem völlig anderen Vorzeichen. Am Hauptbahnhof soll am Montagabend gegen die Militäraktionen der USA und Israels protestiert werden.

Iran-Demo in Münster von 19 bis 21 Uhr am Hauptbahnhof

Die Versammlung ist für Montag, 2. März 2026, in der Zeit von 19 bis 21 Uhr geplant und als stationäre Kundgebung angemeldet. Nach Einschätzung der Polizei könnte die Teilnehmerzahl bei bis zu 200 Personen liegen. Damit bleibt die Dimension deutlich kleiner als bei den Großdemonstrationen in anderen Städten Nordrhein-Westfalens, politisch setzt die Veranstaltung jedoch ein eigenständiges Signal.

Das Motto lautet „Hände weg vom Iran – Stoppt den imperialen Angriffskrieg des Westens“. Im Mittelpunkt steht damit nicht die Kritik an der iranischen Staatsführung, sondern die Ablehnung westlicher Militärinterventionen. 

Militärische Eskalation als Auslöser

Auslöser der aktuellen Demonstrationen sind koordinierte Luft- und Raketenangriffe der USA und Israels auf Ziele im Iran am Samstag, 28. Februar 2026. Teheran meldete in der Folge Gegenschläge, unter anderem gegen Ziele in Israel sowie gegen US-Stützpunkte in der Golfregion. Die Lage gilt seither als hoch angespannt.

In Nordrhein-Westfalen wurden nach Angaben von Innenminister Herbert Reul bislang 43 Versammlungen mit Bezug zu den Entwicklungen im Iran registriert. Der überwiegende Teil dieser Demonstrationen sei regimekritisch ausgerichtet gewesen.

Große Beteiligung in Düsseldorf und Köln

Besonders groß war die Beteiligung in Düsseldorf. Dort versammelten sich nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 5.000 und 7.000 Menschen. Medien berichteten von einer teils ausgelassenen Stimmung. Auch in Köln fanden mehrere Kundgebungen statt, darunter eine größere Versammlung am Neumarkt mit rund 1.500 Teilnehmenden, ebenfalls mit klar regimekritischem Fokus.

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