70 zusätzliche Schlafplätze: Münster startet Winternothilfe

Die Winternothilfe in Münster startet am 1. November. 70 zusätzliche Schlafplätze stehen am Albersloher Weg bereit.
Die Winternothilfe setzt sich für obdach- und wohnungslose Menschen ein (v.l.): Dominik Sauerwald (Haus der Wohnungslosenhilfe), Helen Ripken (Sozialdienst katholischer Frauen), Luca Schmitz (Haus der Wohnungslosenhilfe), Lilli Neumann (Sozialdienst katholischer Frauen), Ines Hemker (Caritas) und Marius Drewe (Stadt Münster). ©Stadt Münster / Michael Möller

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Münster. Wenn die Temperaturen sinken, wird das Leben auf der Straße für obdachlose Menschen besonders gefährlich. Deshalb erweitert die Stadt Münster ab dem 1. November 2026 ihre Hilfsangebote. Auf dem Caspar-Hessel-Gelände am Albersloher Weg stehen wieder Wohncontainer bereit, die rund 70 zusätzliche Schlafplätze bieten. Die Unterkünfte bleiben bis Ende März 2027 geöffnet und sollen Menschen ohne festen Wohnsitz einen geschützten Übernachtungsplatz bieten. Gleichzeitig setzen die beteiligten Organisationen auf persönliche Beratung und Unterstützung.

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70 zusätzliche Schlafplätze für wohnungslose Menschen

Die Winternothilfe in Münster ergänzt die bestehenden Übernachtungsangebote der freien Träger. Die vom städtischen Sozialamt bereitgestellten Wohncontainer am Albersloher Weg stehen an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung. Die Betreuung übernehmen Mitarbeitende der Bischof-Hermann-Stiftung und des Caritasverbands für die Stadt Münster.

Neben den Schlafplätzen erhalten obdach- und wohnungslose Menschen dort auch Zugang zu niedrigschwelligen Beratungsangeboten. Dabei geht es nicht ausschließlich um eine sichere Unterkunft für die Nacht. Die beteiligten Einrichtungen möchten auch Menschen erreichen, die bisher aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation keine Unterstützung angenommen haben. Durch die enge Zusammenarbeit soll der Zugang zu weiteren Hilfen erleichtert werden.

Stadt Münster bittet um Aufmerksamkeit bei Kälte

Besonders bei eisigen Temperaturen kann eine Übernachtung im Freien lebensgefährlich werden. Deshalb appellieren die Stadt Münster, die Bischof-Hermann-Stiftung, der Caritasverband und der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und hilfsbedürftige Menschen nicht zu übersehen.

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Sozialdezernentin Cornelia Wilkens ruft dazu auf, Menschen zu melden, die bei großer Kälte im Freien übernachten. Mitarbeitende der Hilfsorganisationen können die Betroffenen anschließend aufsuchen, ihnen einen warmen Schlafplatz anbieten und gegebenenfalls weitere Unterstützung vermitteln. Die Annahme der Hilfsangebote erfolgt freiwillig.

Hier können Bürger obdachlose Menschen melden

Wer in Münster Menschen bemerkt, die bei niedrigen Temperaturen im Freien übernachten und möglicherweise Hilfe benötigen, kann sich direkt an die zuständigen Einrichtungen wenden. Hinweise nehmen das Haus der Wohnungslosenhilfe unter der Telefonnummer 0251 484520 sowie der Sozialdienst katholischer Frauen unter 0251 899360 entgegen.

Die Mitarbeitenden versuchen anschließend, Kontakt zu den Betroffenen aufzunehmen und sie über mögliche Übernachtungs- und Beratungsangebote zu informieren. Bei akuten Notfällen, etwa wenn eine Person aufgrund der Kälte in unmittelbarer Gefahr ist, sollten Polizei oder Rettungsdienst verständigt werden.

Weitere Übernachtungsmöglichkeiten in Münster

Neben den zusätzlichen Wohncontainern bestehen in Münster weitere Hilfsangebote für Menschen ohne Unterkunft. Alleinstehende Männer können unter anderem das Haus der Wohnungslosenhilfe an der Bahnhofstraße sowie die Übernachtungsunterkunft an der Friedrich-Ebert-Straße nutzen.

Für alleinstehende Frauen stellt der Sozialdienst katholischer Frauen in der Katharinenstraße 10 bis 12 während der Wintermonate zusätzliche Schlafplätze bereit. Dort erhalten die Betroffenen ebenfalls Betreuung und Unterstützung.

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