
Beim Neujahrsempfang in Münster-Südost standen aktuelle Infrastruktur- und Bauvorhaben im Mittelpunkt. Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksvertretung informierten über anstehende Entscheidungen, laufende Projekte und die weitere Entwicklung im Stadtbezirk. Zentrales Thema war das geplante Kultur- und Bürgerhaus im York-Kasino. Zugleich ging es um politische Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung sowie um weitere Bau- und Verkehrsprojekte. Die Veranstaltung fand in der Mensa der Grundschule York statt und wurde erstmals gemeinsam von der gesamten Bezirksvertretung ausgerichtet.
Ein wesentlicher Programmpunkt des Abends war der Sachstand zum York-Kasino. Stadtrat Arno Minas, der in der Stadtverwaltung für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit zuständig ist, stellte den Zeitplan für das Projekt vor. Nach aktuellem Stand soll der politische Baubeschluss für die Sanierung des Gebäudes im März gefasst werden. Damit würde eine zentrale Voraussetzung geschaffen, um das Vorhaben umzusetzen und die zugesagten Fördermittel des Bundes zu sichern. Für das Projekt stehen rund fünf Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung, die an feste Fristen gebunden sind. Nach den vorliegenden Planungen muss das Vorhaben spätestens Ende 2028 weitgehend abgeschlossen sein, um die Förderbedingungen zu erfüllen.
Parallel zur baulichen Planung wird auch das inhaltliche Konzept des künftigen Hauses weiterentwickelt. Das geplante Bürger- und Kulturzentrum soll künftig unter dem Namen „York:Kasino“ auftreten. Vorgesehen ist ein modulares Veranstaltungskonzept, bei dem unterschiedliche Formate unter einem einheitlichen Namen gebündelt werden. Damit soll das Gebäude als offener Treffpunkt für Kultur, Begegnung und bürgerschaftliches Engagement im Stadtbezirk etabliert werden. Weitere Details zur inhaltlichen Ausgestaltung und zur Trägerschaft sollen in den kommenden Monaten öffentlich vorgestellt werden.
Neben dem York-Kasino spielte auch die politische Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung eine wichtige Rolle. Der Neujahrsempfang wurde erstmals gemeinsam von Bezirksbürgermeister Peter Bensmann sowie seinen Stellvertreterinnen ausgerichtet. Hintergrund ist eine verstärkte Kooperation zwischen mehreren demokratischen Fraktionen im Stadtbezirk. Ziel ist es, Entscheidungsprozesse verlässlicher zu gestalten und Mehrheiten unabhängig von einzelnen Mandaten zu sichern. Die Bezirksvertretung setzt dabei nach eigenen Angaben auf Transparenz und eine engere Abstimmung bei zentralen Themen der Stadtteilentwicklung.
Darüber hinaus wurden weitere Bau- und Infrastrukturvorhaben angesprochen. Für Gremmendorf wurde der neue Marktplatz im York-Quartier thematisiert, der nach aktueller Planung um ein Wasserspiel ergänzt werden soll. Auch das geplante Nahversorgungszentrum befindet sich in der Vorbereitung, ein Baustart im ersten Quartal gilt als möglich. Zudem schreiten die Arbeiten am Landschaftspark hinter dem York-Quartier voran. Für Wolbeck wurde der Umbau eines ehemaligen Gastronomiebetriebs zu einem Bürgerhaus genannt, das künftig Vereinen und Initiativen zur Verfügung stehen soll. Ergänzend wurde auf verkehrliche Entwicklungen hingewiesen, darunter die geplante Reaktivierung der WLE-Strecke, die die Anbindung an die Innenstadt verbessern soll. Insgesamt verdeutlichte der Empfang, dass der Stadtbezirk Münster-Südost in den kommenden Jahren vor umfangreichen baulichen und organisatorischen Veränderungen steht.
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