Gronauer soll Frau gepackt und geschüttelt haben: Freispruch in Steinfurt

Drei Männer aus dem Münsterland stehen wegen des mutmaßlichen „Kulti-Kiosk“-Drogenhandels vor dem Landgericht Münster.
Foto: Kelly Sikkema

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Ochtrup/Steinfurt. Ein Mann aus Gronau ist vor dem Amtsgericht Steinfurt freigesprochen worden. Ihm war vorgeworfen worden, eine Frau in Ochtrup nach einer Zurückweisung gepackt, geschüttelt und beleidigt zu haben. Der Angeklagte bestritt den körperlichen Übergriff.

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Zwei gegensätzliche Schilderungen vor Gericht

Der Mann erklärte vor Gericht, er habe die Frau Anfang Januar 2026 besucht, um mit ihr zu sprechen. Nach einem Gespräch im Hausflur sei er gegangen. Eine körperliche Attacke bestritt er.

Die Frau schilderte den Vorfall anders. Sie habe den Mann bereits an der Tür abweisen wollen. Im anschließenden Streit habe er sie gepackt und geschüttelt. Mehrfach habe sie ihn aufgefordert zu gehen.

Zweifel reichen für Freispruch

Die Richterin äußerte Zweifel an der Belastbarkeit der Aussage der Zeugin. Dabei stellte das Gericht nicht fest, dass die Frau bewusst die Unwahrheit gesagt habe. Entscheidend war vielmehr, dass sich die Vorwürfe gegen den Angeklagten nicht mit der für eine Verurteilung notwendigen Sicherheit nachweisen ließen.

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Auch die Staatsanwaltschaft beantragte einen Freispruch. Die Verteidigung schloss sich diesem Antrag an. Das Gericht sprach den Mann schließlich in allen Anklagepunkten frei.

Ein Freispruch bedeutet dabei nicht automatisch, dass ein Gericht festgestellt hat, dass ein Vorfall nicht stattgefunden hat. Er kann auch erfolgen, wenn nach der Beweisaufnahme entscheidende Zweifel an einem Tatnachweis bleiben.

Gemeinsame Anstrengungen von Stadt und Polizei

Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.

Wiederholte Polizeieinsätze am Servatiiplatz

Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.

Ermittlungskommission der Polizei im Einsatz

Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben

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