Nächtliche Verfolgungsfahrt bis Rheine: Polizei stoppt Flucht auf der A30

Verfolgungsfahrt von Osnabrück bis Rheine: Polizei stoppt flüchtiges Auto auf der A30, fünf Personen festgenommen.

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Rheine. Eine nächtliche Verfolgungsfahrt auf der A30 hat Polizei und Justiz in Osnabrück und Rheine über Stunden beschäftigt. Ein flüchtiges Auto entzog sich mehreren Anhalteversuchen, bevor der Einsatz mit fünf Festnahmen endete. Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang mit einem Einbruch in Osnabrück-Sutthausen.

Start der Verfolgung bei Osnabrück

Ausgangspunkt des Einsatzes war gegen 0.45 Uhr die Anschlussstelle Sutthausen bei Osnabrück. Dort fiel der Wagen laut Polizei durch deutlich überhöhte Geschwindigkeit auf. Erste Überprüfungen ergaben, dass das am Fahrzeug angebrachte Kennzeichen als gestohlen gemeldet war. Als die Polizei das Auto stoppen wollte, beschleunigte der Fahrer und flüchtete.

Flucht, Absetzen von Insassen und erste Festnahmen

Im Bereich der Anschlussstelle Hellern missachtete der Fahrer mehrfach Verkehrsregeln und hielt schließlich im Stadtteil Hellern, im Bereich der Töpferstraße. Mehrere Insassen stiegen dort aus und versuchten zu Fuß zu entkommen. Diese Personen konnten jedoch kurze Zeit später im Nahbereich von Einsatzkräften gestellt und festgenommen werden.

Weiterfahrt Richtung Rheine und Einsatz von Nagelband

Der Fahrer setzte seine Flucht fort und fuhr erneut auf die A30 in Richtung Rheine. Gegen 1.10 Uhr gelang es der Polizei an der Anschlussstelle Rheine, das Fahrzeug mit einem Stop-Stick beziehungsweise Nagelband zu stoppen. Der Wagen kam auf dem Seitenstreifen zum Stillstand. Drei weitere Personen flüchteten erneut zu Fuß.

Weitere Festnahmen und Hubschraubereinsatz

Zwei der Geflüchteten wurden in der Nähe der Autobahn gestellt. Eine weitere Person konnte erst mehrere Stunden später gegen 4.30 Uhr in der Nähe eines Fast-Food-Restaurants unweit der Landesgrenze bei Rheine festgenommen werden. Zur Fahndung waren zwischenzeitlich zwei Polizeihubschrauber aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Zeitweise wurde die A30 in Fahrtrichtung Niederlande vollständig gesperrt.

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Möglicher Zusammenhang mit Einbruch

Nach Angaben der Polizei besteht ein Tatverdacht im Zusammenhang mit einem Einbruch in Osnabrück-Sutthausen. Dort war in der Industriestraße gewaltsam in eine Lagerhalle einer Elektromaschinenfabrik eingedrungen worden. Entwendet wurden Kupferteile, der Schaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt. Bei weiteren Kontrollen im Stadtgebiet Osnabrück überprüfte die Polizei zusätzliche Fahrzeuge, teilweise mit ausländischen Kennzeichen. In einem Auto wurden Kupferkabel als mutmaßliches Diebesgut sichergestellt.

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Ermittlungen laufen weiter – Polizei bittet um Hinweise

Festgenommen wurden drei Männer im Alter von 17 bis 31 Jahren sowie zwei Jugendliche, alle mit Meldeanschriften in Nordrhein-Westfalen. Mehrere Fahrzeuge, Kennzeichen und Mobiltelefone wurden sichergestellt, Abschleppmaßnahmen veranlasst und erkennungsdienstliche Behandlungen durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft wurde frühzeitig eingebunden. Die Ermittlungen wegen Verkehrsdelikten, Kennzeichendiebstahls und möglicher Eigentumsdelikte dauern an.

Quelle: Polizei Münster (ots)

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